Konzertrueckschau-2019

Konzert-Highlights 2019

05. Januar 2019

Es schien, als ob Yasuhisa Toyota die Akustik des Elbphilharmionesaals speziell für den Mädchenchor Hannover entwarf – das gestrige Konzert des für seinen Klang bereits international bekannten Chors war ein weiterer musikalischer Höhepunkt – die Elbphilharmonie zeigte sich des Chores würdig. Der Hannoveraner Mädchenchor, das Ensemble Oktoplus und Organist Ulfert Smidt steigerten sich unter der Leitung von Gudrun Schröfel über Mozarts Missa brevis in B (Solopartien mit Katharina Held, Anna Schote und Mareike Morr) über ein selten gehörtes „Children Play“ von Luciano Berio zu einer makellosen Interpretation von Faurés Messe des pêcheurs de Villerville, bei der Sopran und Alt des Chores den ausverkauften Saal mit brillantester Klangreinheit und -fülle begeisterte. Das Zusammenspiel der Profimusiker des Ensemble Oktoplus (Leitung: Malte Refardt) mit den Sängerinnen des Mädchenchors wurde von Gudrun Schröfel dirigiert, die Mitte des Monats die Chorleitung an ihren Nachfolger Andreas Felber übergeben wird.

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Gudrun Schröfel dirigiert den Mädchenchor und Ensemble Oktoplus. In der Elbphilharmonie erklingt Mozarts Missa brevis mit den Solistinnen Katharina Held, Anna Schote und Mareike Morr.
Klang vom Schönsten: Der Mädchenchor und (v.l.n.r.) Johannes Strake, Kristina Altunjan, Ulfert Smidt, Taia Lysy, Jan-Hendrik Rübel, Georg Elsas, Malte Refardt, (verdeckt: Anne-Cathérine Heinzmann, Nicolas Thiebaud) und Johannes Gmeinder, dirigiert von Gudrun Schröfel
Im Schlussapplaus. Ein ausverkauftes Haus dankt den Ausführenden. Die Elbphilharmonieakkustik zeigt sich des Klangs des Mädchenchor Hannover würdig.
Blumen für Johannes Strake (Konzertmeister Oktoplus Ensemble), Anna Strote (Sopran), Gudrun Schröfel, Mareike Morr (Mezzosopran) und Katharina Held (Sopran)
Die Chorleiterin des Mädchenchor Hannover, Gudrun Schröfel, nach dem Konzert in der Elbphilharmonie, 05.01.2019

Alle Fotos: Carsten Peter Schulze

Alle Fotos: Copyright Carsten Peter Schulze

Beitrag der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung vom 21. Januar 2019, von Stefan Arndt

Beitrag der Neuen Presse vom 21.1.2019, von Jörg Worat:

20. Januar 2019

Eines der großen Konzertereignisse gleich zu Beginn des Jahres – in der Staatsoper Hannover traten Konzertchor und die Vorgruppen des Mädchenchors gemeinsam auf und begeisterten das Publikum zusammen mit Nicolai Krügel (Klavier),
Elisabeth Kufferath, Violine,
Emma Yoon, Violine und
Taia Lyse Refardt, Viola

Ein ausverkauftes Haus beim Neujahrskonzert des Mädchenchor Hannover in der Staatsoper. Ein beschwingter, ein heiterer Beginn mit Monica Åslunds Kom! der Vorgruppen unter der Leitung von Julia Wolf. Doch bevor Andreas Felber dann den Konzertchor mit Martinůs  Maifest der Brünnlein ein Sinnbild des Wandels und der Erneuerung intonieren ließ, wurde vom Niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil höchstselbst das Ende einer einzigartigen Ära eingeleitet: die Verabschiedung von Prof. Gudrun Schröfel als Chorleiterin. Nicht nur die musikalischen Triumphe, die der Mädchenchor unter Schröfel erlebte, so hob der Ministerpräsident in seiner Laudatio hervor, sondern auch die großartige Leistung als Pädagogin und Vorbild, für die die Chorleiterin steht, habe ihre jahrzehntelange Arbeit mit und für den Mädchenchor Hannover geprägt und diesen in der Musik- und Kulturszene nicht nur innerhalb Deutschlands zu einem festen Begriff höchsten Qualitätstandards etabliert. Sie sei, so entgegnete Schröfel in ihrem anschliessenden Dankeswort an den Ministerpräsidenten, das Publikum und an die Chormädchen, „doch eigentlich mein Leben lang nur meiner Lieblingsbeschäftigung nachgegangen“ und hätte sich „auf jede Lehrveranstaltung, auf jede Chorprobe gefreut – Freude pur“.
Und so führte sie noch einmal, wie immer engagiert und wie spielerisch, die sängerische Bandbreite des Mädchenchors vor: Werke von Rheinberger, Debussy und zum grandiosen Finale La Speranza und La Carità von Rossini (makelloses Solo: Anna Schote). Das Publikum dankte stürmisch und mit standing ovations – und mit mancher Träne bei den Chormädchen.

Die Vorgruppen des Mädchenchors bei ihrem Auftritt im Neujahrskonzert 2019 (Foto: Anke Schröfel)
Ministerpräsident Stephan Weil vor und hinter seinem Publikum; Neujahrskonzert 2019 (Foto: Eberhard Wydmuch)
Ministerpräsiden Weil dankt Chorleiterin Schröfel persönlich. Neujahrskonzert 2019 (Foto: Anke Schröfel)
Gudrun Schröfel dankte bei ihrem Grußwort nicht nur Ministerpräsidenten Weil und dem Publikum, sie wandte sich auch direkt an die Sängerinnen des Mädchenchors (Foto: Eberhard Wydmuch)
Andreas Felber dirigiert Martinů – neben den Vorgruppen und dem Konzertchor wirken mit (v.l.): Elisabeth Kufferath, Nicolai Krügel, Emma Yoon und Taia Lysy-Refardt (Foto: Eberhard Wydmuch)
Sängerinnen und Sprecherinnen – Marlene Schmidt (li) und Helena Simon in ihrer Doppelrolle bei Martinůs “Maifest der Brünnlein”, Neujahrskonzert 2019 (Foto: Anke Schröfel)
Anna Schote (Sopran) und Sophia von Drygalski (Alt) bei ihren Soli, dirigiert von Andreas Felber, Neujahrskonzert 2019 (Foto: Eberhard Wydmuch)
Hochkonzertriert: Der Mädchenchor Hannover unter Leitung von Gudrun Schröfel beim Neujahrskonzert 2019 (Foto: Eberhard Wydmuch)
Anna Schote (Sopran), der Mädchenchor und Gudrun Schröfel freuen sich über begeisterten Applaus nach ihrer Rossini-Interpretation (Foto: Joern Christian Scholl)
Große Bühne: Der Mädchenchor Hannover unter Gudrun Schröfel in der Staatsoper Hannover; Neujahrskonzert 2019 (Foto: Anke Schröfel)
Bittersüß: Gudrun Schröfel geht ab, ihre Mädchen applaudieren. Neujahrskonzert 2019 (Foto: Anke Schröfel)
Im Abschlussapplaus (v.l.): Nicolai Krügel, Jan Bukowski, Emma Yoon, Elisabeth Kufferath, Taia Lysy-Refardt, Gudrun Schröfel, Julia Wolf, Gaby Schönwälder, Swantje Bein, Andreas Felber (Foto: Anke Schröfel)

Die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ) vom 07.01.2019:

26. Februar 2019

Der Beginn der neuen internationalen Partnerschaft zwischen dem City of Music Botschafter Mädchenchor Hannover und dem Khara Junior Choir & Orchestra aus Korea kulminierte am 26.02.2019 in einem gemeinsamen Konzert, das neben chorischen Glanzstücken auch eine Reihe traditioneller Tanz- und Bewegungsstücke des fernöstlichen Landes bot. Der Mädchenchor unter Leitung von Andreas Felber eröffnete den Abend mit Werken u.a. von Rheinberger und Rossini (Solo: Anna Schote), bevor dann der Khara Chor und Orchester unter Leitung von Oh Jin Wha mit Liedern und Bewegungsstücken u.a. von Cho Yung Hwa und Lee Hyun Chul das Publikum in eine bezaubernde Welt koreanischen Klanges, Bewegung und Tradition entführte. Ein Farbenmeer der Kostüme, eine perfekte Choreographie beim Fächertanz zur “Traditionellen Musik vom Gyeongbok Palast” und das überaus populäre “Arirang”, gemeinsam intoniert von Khara- und Mädchenchor, sorgte für begeisterte Aufnahme beim Publikum.

Gebührend (und musikalisch!) wird der Khara Chor aus Suwon empfangen von Andreas Felber und Sängerinnen des Mädchenchors. Kim Seung Gon übersetzt.
Die Musikstadt Hannover mit Bürgermeister Thomas Hermann ehrt die Gäste im großen Ratssaal der Stadt; Teil des Kennenlernprogramms für den Khara Chor.
Anna Schote bei ihrem Solo in Rossinis “La Carità”, Christuskirche Hannover, 26.2.2019
Oh Jin Wha dirigiert ein Arrangement von Lee Sae Am, Christuskirche Hannover, 26.2.19
“Unser Arirang” von Lee Hyun Chul, mit Ensemblemitgliedern des Khara Chors aus Suwon, Korea.
Der Khara Chor intoniert und tanzt traditionelle koreanische Musik vom Gyeongbok Palast.
In der Christuskirche zu Hannover – Melodie und Tanz der traditionellen Musik begeisteren das Publikum.
In perfektem Koreanisch: Mädchenchor Hannover und Khara Chor unter Leitung von Oh Jin Wha singen “Arirang”, Probenergebnis des gemeinsamen Workshops und Beginn einer internationalen musikalischen Zusammenarbeit.

Alle Fotos: jhc

25. Juni 2019

Das erste Mädchenchor-Konzert unter alleiniger Regie des neuen Chorleiters Andreas Felber verwandelte den Abend des vergangenen Samstags  in eine Klangwelt heiterer Chormusik. Das Publikum in der vollbesetzten Christuskirche Hannover begeisterte sich am musikalischen Spaziergang von romantischer bis moderner Musik, von Heinrich von Herzogenberg und Brahms zu den selten gehörten “Gesängen für Frauenchor” des Schweizers Hans Huber (glanzvoll begleitet durch Yi-Ling Shih (Horn) und Flötisten Tymofii Dei), und von Poulenc und Gershwin bis zu ter Schiphorst, deren für den Mädchenchor komponierte No Sir, we will not  für weiteren, stürmischen Applaus sorgte. Dem Konzert schloss sich ein “Nachklang” an, ein zwangloses, serenes Zusammentreffen nach dem Konzert, im Freien direkt vor der Kirche. Sekt und Organgensaft, ein paar Kleinigkeiten zum Essen und vor allem – Zugaben des Mädchenchors, der nun unter blauem Himmel konzertierte, zur Freude des Publikums und zur Krönung des Hannoveraner Serenadenabends.

Die Serenade in der Christuskirche; Andreas Felber dirigiert den Mädchenchor Hannover (Foto: jhc)
Eine neue Idee: Der Mädchenchor vor der Kirche: Nach dem Konzert gab es Sekt und Happen – und mehr Musik (Foto: jhc)
Consolaziun, Schönster Abestärn, Ich fahr dahin und Värmlandsvisan; diese Lieder tragen die Chormädchen zum Konzertabschluss unter freiem Himmel vor. (Foto: Hans-Peter Braun)

Die HAZ vom 17.6. 19 (hier auch als PDF):

Die Neue Presse am 16. Juni 2019 (hier auch als PDF):

08. – 18. Oktober 2019

Nach 11-tägiger Konzertreise traf der Mädchenchor Hannover wieder wohlbehalten in Hannover ein.

Chorleiter Andreas Felber führte die 51 Chormädchen durch sechs außerordentlich erfolgreiche und begeistert aufgenommene Konzerte in mehreren Städten in der Republik Korea. Neben Seoul und Anyang sowie Gyeongju konzertierte der Mädchenchor auch in Tongyeoung, wie Hannover ebenfalls eine UNESCO City of Music.

Neben der überaus herzlichen Gastfreundschaft und Zuvorkommenheit aller beteiligten Organisatoren und Gasteltern begeisterte und berührte das große Interesse und die Zugewandheit, mit der die Sängerinnen und Sänger in jeder koreanischen Stadt unserem Mädchenchor in den gemeinsamen Workshops und Proben begegnet sind.

Eine Reise mit tiefen musikalischen, kulturellen und menschlichen Eindrücken!

An den Tagen 6., 7. und 8. Dezember fanden die traditionellen Weihnachtskonzerte des Mädchenchor Hannover unter der Leitung von Andreas Felber (Konzertchor) und Julia Wolf (Nachwuchschor) statt. Zur Aufführung kamen Mozarts Missa brevis in D und u.a. Lieder von Bresgen, Haendel und Praetorius.

Adventskonzert des Mädchenchor Hannover am 07.12.19. An der Orgel: Ulfert Smidt.
…neben dem Konzertchor…
…brillierte auch der Nachwuchschor des Mädchenchor Hannover
„Oh, du schöner Stern“. Unter dem Namensgeber des diesjährigen Konzertmottos versammeln sich Andreas Felber (li.), Julia Wolf und Ulfert Smidt mit dem Ensemble Oktoplus und den Sängerinnen des Mädchenchors.

Alle Fotos: © MCH/Anke Schröfel

Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 09.12.2019

Neue Presse vom 10.12.2019