Rückschau & Pressespiegel

Brahmschor konzertiert in der Christuskirche

Am 14. Mai 2017 gab der Brahmschor, u. a. mit ehemaligen und noch aktiven Sängerinnen des Mädchenchors, unter der Leitung von Gudrun Schröfel ein Konzert in der Christuskirche. Auf dem Programm standen dabei die Liebeslieder-Walzer sowie die „Zigeunerlieder“ von Johannes Brahms.

Die Hannoversche Allgemeine Zeitung zeigte sich in ihrer am heutigen Dienstag, dem 16.05.2017 erschienenen Konzertkritik überaus beeindruckt von der lebendig atmenden Dynamik und feinem Sinn auch für leise Töne.

Besonders lobende Erwähnung fanden die Solistinnen Sina Günther, Katharina Held, Charlotte Pohl, Maria Rüssel und Sara Zwingmann, deren beachtliche solistische Leistungen die profunden Kenntnisse der Dirigentin Prof. Gudrun Schröfel über eine gesunde Stimmentwicklung widerspiegelten.

Ein wunderbar klingender Gesamtchor entließ sein Publikum nach den „Zigeunerliedern“, die einen fulminanten Schlusspunkt bildeten, beschwingt in den warmen Maiabend.
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Nicht nur das Publikum zeigte sich beim Konzert im Ring Barock am vergangenen Freitag, dem 05. Mai 2017, begeistert. Auch die Pressestimme der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung war überzeugt und hob die Topform des von Gudrun Schröfel bestens vorbereiteten Mädchenchor Hannover hervor. Bei Werken von J.A. Hasse („Laudate Pueri“), M. Haydn („Missa Sancti Aloysii“) und J.S. Bach („Tilge, Höchster, meine Sünden“) konnte man sich kaum satthören an zarten bis energiegeladenen Choreinsätzen, an klangfarblichen Nuancierungen und der bestechenden chorischen Rhetorik.. Die solistischen Glanzlichter der Vokalsolistinnen und NDR-MusikerInnen und das Dirigat von David Stern, das für die hohe Qualität dieses Abends sorgte, machten das Konzert perfekt.
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Der Kritiker Marc Rochester hat auf dem internationalen Portal Musicweb International eine Kritik über die jüngsten CD-Veröffentlichung des Mädchenchors veröffentlicht. Im Folgenden eine deutsche Übersetzung, den Originaltext können Sie hier als PDF herunterladen.

Musicweb International
April 2017
Marc Rochester

Zwar mag sich der Gedankengang, der zur Wahl dieser beiden Werke auf ein und derselben CD führte, nicht unmittelbar erschließen; das eine ein sommerlich-heiteres Freudenfest des französischen bäuerlichen Lebens in der nahezu rustikalen Vertonung einer Messe, das andere eine in hohem Maße filigrane Vertonung eines der kraftvollsten Psalmtexte überhaupt. Doch liegt die verborgene Geschichte in der Dualität der Komponisten jeweils beider Werke.

Gabriel Fauré und sein Schüler André Messager arbeiteten gemeinsam an einer Messe für die Fischer des idyllischen normannischen Fischerdörfchens Villerville, in dessen Kirche das Werk im Sommer 1881 zum ersten Mal von einem zehnstimmigen Chor aus Frauenstimmen, einem Harmonium und einer Geige vorgetragen wurde. Giovanni Battista Pergolesi schrieb sein Werk Stabat Mater bereits 1735 für eine Aufführung in der Kirche San Luigi di Palazzohe in Neapel im Jahr 1736, wie man lange Zeit annahm. Jüngste wissenschaftliche Erkenntnisse deuten jedoch darauf hin, dass das Werk bereits im September 1735 in der Kirche San Nicolo alla Carita, der Pergolesi selbst angehörte, uraufgeführt wurde. Ungeachtet seiner Ursprünge verbreitete sich das Werk rasch in Europa. Eine Abschrift erreichte auch Dresden und gelangte in die Hände von Johann Sebastian Bach, der sie vervielfältigen ließ und dabei den römisch-katholischen Text durch eine protestantische Version des Psalm 51 in deutscher Sprache ersetzte. Im Jahr 1746 oder 1747 wurde diese Fassung Bachs das erste Mal im Leipziger Kloster St. Thomas aufgeführt.

Das Werk von Fauré und Messager erscheint selten auf CD – derzeit finde ich nur drei verfügbare Aufnahmen davon, obgleich es auch mehr gegeben hat. Das mag daran liegen, dass viele der Beiträge Faurés später in sein Werk Messe Basse eingingen. ‚Qui Tollis‘ – etwas ungünstigerweise in ein lebhaftes Gloria eingebettet – ist besser bekannt als Benedictus aus der Messe Basse. Nikolaus Kolb verleiht ihm mit dem liebreizenden Kontrapunkt seiner Oboe eine herzerwärmend unschuldige Griffigkeit und eine ausnehmend frohsinnige Heiterkeit. Der erste Teil des Sanctus‘ wurde dagegen direkt in das spätere Werk übernommen, und das Agnus Dei ist lediglich eine vereinfachte Version des später von Fauré für die Messe Basse gewählten Stücks. Bei der hier aufgenommenen Version handelt es sich nicht um das Original von 1881, sondern um ihre von Messager im Folgenden verfasste und im Jahr 1882 in Villerville professionell aufgeführte Instrumentation für acht Instrumente und Orgel, bei der er die Singstimme in drei Frauenstimmen unterteilte. Dies tut der lieblichen Innigkeit auf der CD jedoch keinen Abbruch, und auch wenn die Stimmen so manches Mal ein wenig zu zart und exponiert wirken, so steigert dies nur die Wahrnehmung hinreißender Ländlichkeit, die das Werk durchdringt.

Gudrun Schröfel gestaltet die Stimmen auf hervorragende Weise, und der Mädchenchor Hannover reagiert spielfreudig, von einigen gelegentlichen Unsicherheiten und verschluckten Vokalen abgesehen. Das Instrumentalspiel ist einfach himmlisch. Eva Ludwigs anmutige Flöte und ein wunderschönes Geigensolo von Birte Päplow verleihen der ansonsten unscheinbaren Fassung von O Salutaris hostia, die Messager anstelle eines Benedictus eingefügt hatte, eine Eleganz, wohingegen die Orgel als stärkendes Element, gespielt von Ulfert Smidt, über eine frappierende, dem Harmonium ähnliche und sich darin als völlig angemessen erweisende Qualität verfügt.

Hier eine Warnung: Das Fehlen einer wahrnehmbaren Pause zwischen dem Ende der Messe und dem Anfang des Psalms wirkt beim direkten Durchspielen der CD ehrlich gesagt ernstlich störend. Davon abgesehen aber gehört diese ausgezeichnete Aufnahme der Parodie Bachs unter den zahlreichen derzeit im Katalog aufgeführten Aufnahmen zu den besten. Von Anbeginn an treibt Schröfel die Musik zielgerichteten Schrittes voran, mit der eindeutigen Absicht, nicht im Pathos von Pergolesis Original zu schwelgen. Im Gegenteil, diese Darbietung betont das Element Bachs zu Lasten von Pergolesi, indem sie mit in einem höchsten Maße an Klarheit fließenden Stimmen und verborgenen textlichen Details nachspürt und reizende (wenn auch nicht immer erfolgreich bewältigte) norddeutsche Ausschmückungen anfügt. Der Chor wandelt auf sichererem und gediegenerem Terrain als bei der Messe, und das vergrößerte Ensemble – zehn Streicher und Orgel – verleihen in weitaus höherem Maße Gewicht und Inhalt, lassen dem Chor aber gleichwohl auf stets subtile Weise Unterstützung angedeihen.

Die 14 kurzen Sätze teilen sich zwischen dem Chor und den beiden Solostimmen auf. Scharf artikulierte Geigen bereiten eine Grundlage für die herrlich klaren Klänge Ania Vegrys, wenn sie mit erstaunlicher Wonne von der angesichts ihres vergangenen „sündigen Tuns“ empfundenen Schuld singt (zweiter Satz – „Ist mein Herz in Missetaten“), und Mareike Morr perlt geradezu, als sie ausruft, ihre Sünden haben sie schwach gemacht (vierter Satz – „Dich erzürnt mein Tun und Lassen“). Mit nahezu atemloser Lebendigkeit bekennt der Chor, „in Sünde empfangen“ worden zu sein (sechster Satz – „Sieh, ich bin Sünd empfangen“). Man kann Bach sicher nicht unterstellen, die Worte in der Musik widerzuspiegeln; der Wunsch, die Musik Pergolesis so präzise wie möglich zu wahren, führt oftmals scheinbar zu Ungereimtheiten in der Übereinstimmung von Text und Musik.


© A-Bofill

Am Wochenende empfing der Mädchenchor Hannover im Chorzentrum Christuskirche den weltberühmten Chordirigenten Simon Halsey und den renommierten katalanischen Chor Cor de Noies de l’Orfeó Català aus Barcelona – es fanden Konzerte sowie eine Meisterklasse und eine offene Probe jeweils unter der Leitung von Simon Halsey statt.

Neben dem Publikum begeisterten die Aufführungen, die das Thema Heimat gemein hatten, auch die Pressekritiker:


Simon Halsey –  © Matthias Heyde

Die Chöre brillierten „mit warmem Klang und bestechender Rhythmik“, machten den Heimatbegriff förmlich „greifbar“ und bescherten dem Publikum ein „besonderes Erlebnis von ganz hinreißender Wirkung“. Neben dem Publikum begeisterten die Aufführungen, die das Thema Heimat gemein hatten, auch die Pressekritiker: Die Chöre brillierten „mit warmem Klang und bestechender Rhythmik“, machten den Heimatbegriff förmlich „greifbar“ und bescherten dem Publikum ein „besonderes Erlebnis von ganz hinreißender Wirkung“.

Lesen Sie die Berichterstattung der „HAZ“:

Klicken Sie auf den Artikel, um ihn in Originalgröße zu lesen

 

…und die der „Hannoverschen Neuen Presse“:

Die Hannoversche Allgemeine Zeitung stellt Fragen
 
Vor dem Wochenende mit Meisterklasse und Konzerten in Hannover stand Simon Halsey der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung Rede und Antwort. Lesen Sie hier das ausführliche Interview:

Das diesjährige Neujahrskonzert des Mädchenchors hat erneut für positive Pressestimmen gesorgt:

Die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ) berichtete von „wunderbarer Homogenität in der Stimmfärbung, immer sehr präzise und trotzdem lebendig“ sowie von „Intonation, metrischer Genauigkeit und Klanghomogenität“, die sich „auf höchstem Niveau bewegen“ und von „hervorragender Arbeit“ in der Chor- und Singschule zeugten. Gekrönt wurde das Konzert laut HAZ mit „verdientermaßen donnerndem Applaus, vor allem auch, als sich mit Georg Schönwälder, Swantje Bein und Gabriele Schönwälder die Leiter der Nachwuchsarbeit dem Publikum präsentieren durften“.

Die gesamte Kritik der HAZ vom 17.01.2017 lesen Sie hier:

Auch die hannoversche Neue Presse befand: „Ein Vormittag im Januar, und das Opernhaus platzt aus allen Nähten? Das muss das traditionelle Neujahrskonzert des Mädchenchors sein.“ Und stellte schließlich fest: „Es hat mal wieder eine Menge Spaß gemacht.“
Dem können sich alle Beteiligten nur anschließen! Hier die Neue Presse vom 17.01.2017:

In der vollbesetzten Christuskirche begeisterte der Mädchenchor am Sonntag gemeinsam mit den SolistInnen Lena Kutzner, Benjamin Bruns und Daniel Eggert sowie dem ARTE ENSEMBLE mit der weltberühmten Klarinettistin Sharon Kam Publikum und Pressevertreter gleichermaßen.

© Claus G. Riedel
Zuerst ließen sich die Zuhörenden von der „zauberhaften“ Geschichte der Kammeroper Savitri von Gustav Holst in den Bann ziehen. Dann sorgte die Uraufführung der Inka-Kantate „Töchter der Sonne“ von Andreas N. Tarkmann für ein „staunendes Publikum“ und eine „Sternstunde, die allen Jubel voll verdiente“.

Lesen Sie die Rezension der HAZ vom 27.09.2016 :

Die Rezension der hannoverschen Neuen Presse vom 27.09.2016 lesen Sie hier:

Der Mädchenchor Hannover begeistert mit „klarem Klang“ 10.000 „Proms“-Zuhörer bei einem „farbigen und unkonventionellen Konzert“ – ein unvergesslicher Abend!

 

 

Gemeinsam mit dem Johannes-Brahms-Chor intoniert der Mädchenchor amerikanische Traditionals in der Orchesterbearbeitung von Aaron Copland.
Tausende schwenken Europa-Fähnchen und besingen mit Hingabe das britische „Land of Hope and Glory“. Lesen Sie hier die komplette Kritik der HAZ vom 12.09.16:

 

Mädchenchor wirkt bei den Gurre-Liedern von Schönberg mit
Begeisterte Zuhörer mit großen Emotionen am Pfingstsonntag in der Stadthalle

Ein Triumph: Ingo Metzmacher dirigierte die Gurre-Lieder bei den KunstFestSpielen Herrenhausen, und der Mädchenchor Hannover war bei dieser monumentalen Aufführung dabei.

Die Fotos unten spiegeln das gewaltige Ereignis mit mehr als 500 Musikern und neun Chören aus der Stadt Hannover im ausverkauften Kuppelsaal der Stadthalle wider.

KunstFestSpiele 2016
Gurre-Lieder, Kuppelsaal des HCC, 15.05.2016
KunstFestSpiele 2016
Gurre-Lieder, Kuppelsaal des HCC, 15.05.2016

Pressestimmen und Medien bejubelten dieses Klangkunstwerk. Die HAZ schrieb: „Nur selten ist die ganze Macht des riesigen Orchesters sowie der neun Chöre in vollem Glanz zu erleben. Wenn etwa kurz vor Schluss die Frauenstimmen ihren ersten Einsatz haben, kann das Herz des Zuhörers schon kurz aus dem gewohnten Takt geraten“.

Musikalischer Hochgenuss
Konzert bei den 28. Weserbergland-Musikwochen macht „Begeisterung förmlich greifbar“
Beim Konzert der 28. Weserbergland-Musikwochen in der Klosterkirche St. Marien präsentierte der Mädchenchor neben geistlichen Werken u.a. auch Romanzen von Robert Schumann, moderne Stücke von Arvo Pärt und Solo-Darbietungen aus Engelbert Humperdincks Hänsel und Gretel. Nicht nur die Zuschauer ließen sich verzaubern, auch die Pressestimmen schwärmten von einem „musikalischen Hochgenuss“, der „die Besucher andächtig verstummen“ und in Begeisterung für „die hohe musikalische Qualität der jungen Sängerinnen“ zurückließ. Der Pressebericht: