Hoeren

Fauré/Messager-Bach

Messe des pêcheurs de Villerville / Tilge, Höchster, meine Sünden

 

Gabriel Fauré/André Messager

Messe des pêcheur de Villerville
   

Johann Sebastian Bach/Giovanni Battista Pergolesi

Tilge, Höchster, meine Sünden (BMV 1083)

 

Mädchenchor Hannover
Sharon Kam & Fauré Ensemble
Arte Ensemble

Ania Vegry, Sopran
Mareike Morr, Alt

Leitung

Gudrun Schröfel

 

Wenn zwei Komponisten an einem Werk arbeiten, muss etwas Außergewöhnliches entstehen: So geschehen bei der „Messe des pêcheur de Villerville“, die Gabriel Fauré gemeinsam mit seinem Schüler André Messager komponierte und bei Bachs Bearbeitung von Pergolesis Stabat Mater.

Johann Sebastian Bach war nie in Italien, hat sich aber gedanklich und musikalisch oft mit dem Mittelmeerstaat beschäftigt, führte die Werke Palestrinas auf und bearbeitete die Konzerte Vivaldis. Das Stabat Mater von Giovanni Battista Pergolesi lernte Bach in einer handschriftlichen Kopie kennen.

Es gefiel ihm so gut, dass er sich eingehend mit diesem Werk beschäftigte:
So ersetzte er den lateinischen Text durch eine deutsche Nachdichtung des 51. Psalms und passte nicht nur die Musik dem neuen Text an, sondern nahm weitere Änderungen vor. Er tauschte Sätze aus, änderte deren Aufteilung, erhöhte die Eigenständigkeit einzelner Stimmen und komponierte ganze Passagen kunstvoll aus.

Trotzdem zollte er seinem italienischen Kollegen ungemeinen Respekt und hat den Charakter des Werkes unangetastet gelassen. Somit ist Bachs „Tilge, Höchster, meine Sünden“ gleichzeitig ganz Bach und ganz Pergolesi.

Mit der „Messe des pêcheur de Villerville“ begibt sich der Mädchenchor Hannover unter Leitung Gudrun Schröfels in das spätromantische Frankreich. „Ein Ohrenschmaus!“, lobt die Hannoversche Allgemeine Zeitung das Werk in der Interpretation des Mädchenchores.

 

Aufgenommen 2016 in Hannover, Christuskirche

Eine Produktion der Rondeau Production GmbH
© 2016 (CD ROP6119)

 
„Ein kleines musikhistorisches Wunder“

Rezension der neuen CD des Mädchenchors
In der aktuellen Ausgabe (Feb. 2017)  des Vokalmagazins Chorzeit ist eine Rezension der neuen Mädchenchor-CD, verfasst von Ute Schalz-Laurenze, erschienen:

Ein Ensemble wie der Mädchenchor Hannover hat es ja nicht so leicht, Literatur zu finden. Umso bewundernswerter ist seine neue CD mit außerordentlichen Raritäten, und zwar nicht nur wegen der Werke selbst, sondern auch wegen ihrer kompositorischen Entstehung: Die «Messe des Pêcheurs de Villerville» schrieben der französische Komponist Gabriel Fauré und sein ehemaliger Schüler, der namhafte Dirigent Andre Messager, zusammen in der gemeinsamen Sommerfrische im Fischerort Villerville.

Für einen der meist vertonten Bußpsalmen Davids, Psalm 51 «Tilge, Höchster, meine Sünder», benutzte Johann Sebastian Bach eine bewunderte zeitgenössische Vorlage: das kurz vor dessen Tod entstandene «Stabat Mater» von Giovanni Battista Pergolesi (1736). Fauré wurde mit seinem sanften Stil, seiner «erschütterungsfreien Gelassenheit» (Wilfried Mellers) in Deutschland nie heimisch und realisierte seine geistliche Musik in vollkommen anderen Bahnen, in einer «Atmosphäre vollkommener innerer Ruhe» (Paul Collaer).

Regelrecht urig die Umstände, unter denen 1881 seine kleine Messe uraufgeführt wurde, mit einer Geige und einem Harmonium. Dazu sangen zehn Sängerinnen aus dem Dorf und einige Touristinnen. Das durchweg zarte, esoterisch klingende dreistimmige Werk verweigert das Credo und das Benedictus: Der gut trainierte Mädchenchor Hannover unter der Leitung von Gudrun Schröfel beeindruckt durch seine differenzierende Tonschönheit und unaufdringliche Geschlossenheit. Er wird kompetent begleitet von der Klarinettistin Sharon Kam und dem wohl für diese Aufnahme zusammengestellten Fauré-Ensemble.

Bach hat die neue italienische Musik bewundert, bekannt sind vor allem seine Vivaldiadaptionen. Aber auch das letzte Werk des früh verstorbenen Pergolesi verarbeitete er, eine Komposition, die erst 1946 von Karl Straube entdeckt wurde. Sein berühmtes «Stabat mater» mit seiner ebenso berühmten schmerzhaften Sekunddissonanz gleich zu Beginn hat Bach in eine Paraphrase des 51. Psalms verwandelt. Die Besetzung, Solo Sopran und Alt – tadellos Ania Vegry und Mareike Morr – und Streicher, hat er beibehalten, aber den Chor hinzugefügt und einige Sätze durch Kontrapunktik sozusagen «verkompliziert».

Es ist ein kleines musikhistorisches Wunder, wie Bach die Pergolesischen Affekte in die des Psalmes integriert hat. Und auch, wie die Hannoveranerinnen das singen. Ich wäre gerne Mäuschen gewesen, als die jungen Frauen diesen heute nicht mehr akzeptablen Text reflektiert haben: affektgeladen und intensiv.

Ute Schalz-Laurenze

 

Lesen Sie auch die Rezension, die auf dem internationalen Online-Portal Musicweb International von Marc Rochester im April 2017 erschien (Im Folgenden eine deutsche Übersetzung, den Originaltext können Sie hier als PDF herunterladen):

Zwar mag sich der Gedankengang, der zur Wahl dieser beiden Werke auf ein und derselben CD führte, nicht unmittelbar erschließen; das eine ein sommerlich-heiteres Freudenfest des französischen bäuerlichen Lebens in der nahezu rustikalen Vertonung einer Messe, das andere eine in hohem Maße filigrane Vertonung eines der kraftvollsten Psalmtexte überhaupt. Doch liegt die verborgene Geschichte in der Dualität der Komponisten jeweils beider Werke.

Gabriel Fauré und sein Schüler André Messager arbeiteten gemeinsam an einer Messe für die Fischer des idyllischen normannischen Fischerdörfchens Villerville, in dessen Kirche das Werk im Sommer 1881 zum ersten Mal von einem zehnstimmigen Chor aus Frauenstimmen, einem Harmonium und einer Geige vorgetragen wurde. Giovanni Battista Pergolesi schrieb sein Werk Stabat Mater bereits 1735 für eine Aufführung in der Kirche San Luigi di Palazzohe in Neapel im Jahr 1736, wie man lange Zeit annahm. Jüngste wissenschaftliche Erkenntnisse deuten jedoch darauf hin, dass das Werk bereits im September 1735 in der Kirche San Nicolo alla Carita, der Pergolesi selbst angehörte, uraufgeführt wurde. Ungeachtet seiner Ursprünge verbreitete sich das Werk rasch in Europa. Eine Abschrift erreichte auch Dresden und gelangte in die Hände von Johann Sebastian Bach, der sie vervielfältigen ließ und dabei den römisch-katholischen Text durch eine protestantische Version des Psalm 51 in deutscher Sprache ersetzte. Im Jahr 1746 oder 1747 wurde diese Fassung Bachs das erste Mal im Leipziger Kloster St. Thomas aufgeführt.

Das Werk von Fauré und Messager erscheint selten auf CD – derzeit finde ich nur drei verfügbare Aufnahmen davon, obgleich es auch mehr gegeben hat. Das mag daran liegen, dass viele der Beiträge Faurés später in sein Werk Messe Basse eingingen. ‚Qui Tollis‘ – etwas ungünstigerweise in ein lebhaftes Gloria eingebettet – ist besser bekannt als Benedictus aus der Messe Basse. Nikolaus Kolb verleiht ihm mit dem liebreizenden Kontrapunkt seiner Oboe eine herzerwärmend unschuldige Griffigkeit und eine ausnehmend frohsinnige Heiterkeit. Der erste Teil des Sanctus‘ wurde dagegen direkt in das spätere Werk übernommen, und das Agnus Dei ist lediglich eine vereinfachte Version des später von Fauré für die Messe Basse gewählten Stücks. Bei der hier aufgenommenen Version handelt es sich nicht um das Original von 1881, sondern um ihre von Messager im Folgenden verfasste und im Jahr 1882 in Villerville professionell aufgeführte Instrumentation für acht Instrumente und Orgel, bei der er die Singstimme in drei Frauenstimmen unterteilte. Dies tut der lieblichen Innigkeit auf der CD jedoch keinen Abbruch, und auch wenn die Stimmen so manches Mal ein wenig zu zart und exponiert wirken, so steigert dies nur die Wahrnehmung hinreißender Ländlichkeit, die das Werk durchdringt.

Gudrun Schröfel gestaltet die Stimmen auf hervorragende Weise, und der Mädchenchor Hannover reagiert spielfreudig, von einigen gelegentlichen Unsicherheiten und verschluckten Vokalen abgesehen. Das Instrumentalspiel ist einfach himmlisch. Eva Ludwigs anmutige Flöte und ein wunderschönes Geigensolo von Birte Päplow verleihen der ansonsten unscheinbaren Fassung von O Salutaris hostia, die Messager anstelle eines Benedictus eingefügt hatte, eine Eleganz, wohingegen die Orgel als stärkendes Element, gespielt von Ulfert Smidt, über eine frappierende, dem Harmonium ähnliche und sich darin als völlig angemessen erweisende Qualität verfügt.

Hier eine Warnung: Das Fehlen einer wahrnehmbaren Pause zwischen dem Ende der Messe und dem Anfang des Psalms wirkt beim direkten Durchspielen der CD ehrlich gesagt ernstlich störend. Davon abgesehen aber gehört diese ausgezeichnete Aufnahme der Parodie Bachs unter den zahlreichen derzeit im Katalog aufgeführten Aufnahmen zu den besten. Von Anbeginn an treibt Schröfel die Musik zielgerichteten Schrittes voran, mit der eindeutigen Absicht, nicht im Pathos von Pergolesis Original zu schwelgen. Im Gegenteil, diese Darbietung betont das Element Bachs zu Lasten von Pergolesi, indem sie mit in einem höchsten Maße an Klarheit fließenden Stimmen und verborgenen textlichen Details nachspürt und reizende (wenn auch nicht immer erfolgreich bewältigte) norddeutsche Ausschmückungen anfügt. Der Chor wandelt auf sichererem und gediegenerem Terrain als bei der Messe, und das vergrößerte Ensemble – zehn Streicher und Orgel – verleihen in weitaus höherem Maße Gewicht und Inhalt, lassen dem Chor aber gleichwohl auf stets subtile Weise Unterstützung angedeihen.

Die 14 kurzen Sätze teilen sich zwischen dem Chor und den beiden Solostimmen auf. Scharf artikulierte Geigen bereiten eine Grundlage für die herrlich klaren Klänge Ania Vegrys, wenn sie mit erstaunlicher Wonne von der angesichts ihres vergangenen „sündigen Tuns“ empfundenen Schuld singt (zweiter Satz – „Ist mein Herz in Missetaten“), und Mareike Morr perlt geradezu, als sie ausruft, ihre Sünden haben sie schwach gemacht (vierter Satz – „Dich erzürnt mein Tun und Lassen“). Mit nahezu atemloser Lebendigkeit bekennt der Chor, „in Sünde empfangen“ worden zu sein (sechster Satz – „Sieh, ich bin Sünd empfangen“). Man kann Bach sicher nicht unterstellen, die Worte in der Musik widerzuspiegeln; der Wunsch, die Musik Pergolesis so präzise wie möglich zu wahren, führt oftmals scheinbar zu Ungereimtheiten in der Übereinstimmung von Text und Musik.

 

CD, Preis € 16,00

Für Information: Bitte schreiben Sie uns oder rufen Sie uns an unter 0151-64 69 1970.

Benjamin Britten

Children’s Crusade | A Ceremony of Carols

Benjamin Britten (1913-1976)

I Procession
II Wolcum Yole!
III There is no Rose
IVa That Yongë Child
IVb Balulalow (Hörprobe)
V As Dew in Aprille
VI This Little Babe
VII Interlude
VIII In Freezing Winter Night
IX Spring Carol
X Deo Gracias
XI Recession

Mädchenchor Hannover
Ensemble S
Birgit Bachhuber, Harfe
Ulfert Smidt, Orgel
Andrea Jantzen, Nicolai Krügel, Klavier

Leitung

Gudrun Schröfel

Benjamin Britten
A Ceremony of Carols op. 28 Nr. 1-12
Children’s Crusade

Der Mädchenchor Hannover unter seiner Leiterin Gudrun Schröfel vereint zwei Werke von Benjamin Britten wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten. Sie beweisen damit, wie groß die Bandbreite ist, in der Britten für Kinderstimmen komponierte, und gleichzeitig, wie vielseitig und differenziert sie selbst musizieren können.

A Ceremony of Carols gehört seit ihrer Komposition zum Standardrepertoire für Kinderoder Frauenchöre. Kantable Melodien und sphärische bis tänzerische Harfenklänge, die hier Birgit Bachhuber ihrem Instrument kunstreich entlockt, lassen beinahe vergessen unter welch widrigen Bedingungen dieser Klassiker entstand: an Bord eines Schiffes auf der Überfahrt von den USA über den Atlantik in die Heimat, wo der 2. Weltkrieg wütete. Doch von Widrigkeit ist auf der CD ist nichts zu hören. Stattdessen lädt der Mädchenchor Hannover zu einer wahrlichen Zeremonie dieser Carols.

Und mit Children’s Crusade haben sich sowohl der Chor als auch das Ensemble S einer wahren Rarität gewidmet: Die anspruchsvolle Vertonung Brittens des Kinderkreuzzugs von Bertold Brecht, einer Ballade aus dem Jahr 1941, lässt eines der selten gespielten Werke des großen britischen Komponisten zu Gehör kommen.

Die erschütternde Erzählung einer Gruppe von Kindern auf der Flucht vor der Not des kriegsverwüsteten Polen von 1939, die auf der Suche ist nach einem Land, in dem Frieden herrscht, lassen alle Beteiligten eindringlich erfahrbar werden. So verschieden die Werke dieser CD thematisch auch sein mögen: Sie ergänzen sich auf beeindruckende Art und Weise.

Aufgenommen Juli 2014 und Mai 2015
Stephansstift Hannover und Saal der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover

Eine Produktion der Rondeau Production GmbH
© 2015 (ROP6100)

CD, Preis € 16,00

Für Information: Bitte schreiben Sie uns oder rufen Sie uns an unter 0151-64 69 1970.

Ein Musikalischer Gruß

Koerppen – Zauberwald

 

Alfred Koerppen (*1926)

Der Zauberwald

 

Mädchenchor Hannover

Leitung

Gudrun Schröfel

 

Mini-CD in einer Grußkarte

Diese Mini-CD ist in allen handelsüblichen CD-Playern und Computer-Laufwerken abspielbar (mit Ausnahme von CD-Wechslern, Auto-CD-Playern und anderen Geräten mit Slot-in-Mechanik). Für ältere Geräte ohne entsprechende zusätzliche Vertiefung in der CD-Schublade ist ein Adapter erforderlich.

 

Aufgenommen 2014 in Hannover


 

CD, Preis € 5,00

Für Information: Bitte schreiben Sie uns oder rufen Sie uns an unter 0151-64 69 1970.

Verschiedene Komponisten

Deutscher Chorwettbewerb 2014

 

Robert Radecke (1830-1911)
Im Wald, im hellen Sonneinschein

Michael Praetorius (1571-1621)
In dulci jubilo

Johann Walter (1496-1570)
Herzlich tut mich erfreuen

Robert Schumann (1810-1856)
Soldatenbraut

Krzysztof Penderecki (*1933)
Sanctus
Benedictus

Zoltán Kodály (1882-1967)
Turot eszik a cigany (ungarisches Volks-Kinderlied)

 

Vorchor des Mädchenchors Hannover

Leitung

Claudia Jennings

 

Unter der Leitung von Claudia Jennings präsentierte die Chorgruppe der ‚Unter 17-Jährigen‘ beim 9. Deutschen Chorwettbewerb ein gut zwanzigminütiges Programm. Auf dieser CD ist jener starke Auftritt der Mädchen zu hören, der den 1. Platz mit dem Prädikat ‚Mit hervorragendem Erfolg teilgenommen‘ bekam.

 

Aufgenommen am 26. Mai 2014
Weimarhalle, Seminargebäude

© 2014 Deutscher Musikrat (LC18936)dchenchors Hannover

 

CD, Preis € 5,00

Für Information: Bitte schreiben Sie uns oder rufen Sie uns an unter 0151-64 69 1970.

Messen für Frauenchor

Messen für Frauenchor – J.M. Haydn  |  Hans Kösler

 

Johann Michael Haydn

Missa Sancti Aloysii (MH 257)

Johann Michael Haydn

Missa sub titulo Sancti Leopoldi (MH 837)

Hans Kössler

Missa in f (World Premier Recording)

 

Mädchenchor Hannover
il gioco col suono
Ulfert Smidt, Orgel

Leitung

Gudrun Schröfel

 

Der Mädchenchor Hannover unter der Leitung von Gudrun Schröfel stellt hier drei verschiedene Messen für hohe Stimmen vor. Die zwei Messen von Johann Michael Haydn (1737–1806) wurden beide für das „Fest der unschuldigen Kinder“ komponiert und atmen den Geist einer Zeit der Hoffnung und der gesellschaftlich-sozialen Aufschwünge. Als Ergänzung erklingt die Ersteinspielung der Missa in f für Frauenchor von Hans Kössler (1853–1926), der stilistisch zur „Rheinberger-Schule“ zu zählen ist.

 

Aufgenommen April und Mai 2013
Marktkirche Hannover


Eine Produktion des Carus-Verlags Stuttgart
© 2013 (Carus 83.355)

 

 

Johann Michael Haydn/Hans Kössler: Messen für Frauenchor
Die Einspielung trägt einem Trend der letzten Jahre Rechnung, dass immer mehr leistungsfähige Mädchenchöre entstehen. Diese Entwicklung gab es meist schon in früheren Jahrhunderten, in denen durchaus Werke nur für hohe Stimmen entstanden. Im Fall der beiden auf der CD eingespielten Messen von Johann Michael Haydn ist allerdings zu sagen, dass Haydn sie für Knabenchor vorsah, nur ohne die Männerstimmen. Doch das tut der Qualität keinen Abbruch. Der Mädchenchor Hannover unter der Leitung von Gudrun Schröfel beweist mit engelhaftem Klang, guter Intonation und viel Ausdruck in den Stimmen die ganz eigene hohe Qualität von Mädchenchören. Eine Weltersteinspielung der Missa in F des
Rheinberger-Zeitgenossen Hans Kössler rundet die CD-Neueinspielung ab.


Mathias Peter
domradio.de, Feb. 2014


 

Michael Haydn Messen, jugendlich frisch

Michael Haydn hat zwei dreistimmige Messen für Knabenchor geschrieben: ein Frühwerk aus seiner Salzburger Zeit, die ‘Missa Sancti Aloysii’, und ein Spätwerk, das ein paar Monate vor seinem Tod entstand, die ‘Missa sub titulo Sancti Leopoldi’. Beide Messen sind auf den Kapellchor in Salzburg zugeschnitten, dem der Komponist in seiner Jugend selbst angehörte. Die Aufführung mit einem Mädchenchor ist demnach unproblematisch.
Der stattliche Mädchenchor Hannover singt beide Sakralwerke mit einer erfrischenden, einnehmenden Ausstrahlung. Er unterstreicht den naiven, zutiefst bejahenden Glauben, der Michael Haydn nachgesagt wird und der sich in den Messen widerspiegelt. Der Chor singt homogen und ausgeglichen, stets auf einen leichten, beweglichen Klang bedacht. Die Solistinnen kommen aus dem Chor, wie es zu Haydns Zeiten auch Praxis war. Es sind keine großen Stimmen, die zuweilen an ihre Grenzen stoßen (Alt im Agnus Dei der Aloysi-Messe) aber dennoch
passend für dieses Repertoire, besonders, da sie sich hervorragend dem Ensemble-Klang anpassen. Zusätzlich zu Haydn-Messen hören wir noch die Missa in F von Hans Kössler (1853–1926), einem Rheinberger-Schüler.
In Michael Haydn’s masses, originally written for boy choirs, the magnificent sound of the Mädchenchor
Hannover is convincing throughout both works. The singing is well balanced, homogeneous and agile.

Pizzicato, 14.04. 2014


kulturradio rbb

Mi 12.02.2014
CD
Messen für Frauenchor
Für Knabenchor komponierte Messen werden klangvoll dargeboten vom Mädchenchor Hannover unter der Leitung von Gudrun Schröfel.

Michael Haydn hat zwei Messen für die Kapellknaben im Salzburger Dom zum „Tag der unschuldigen Kinder“ komponiert. An diesem Tag, dem 28. Dezember, haben die Knaben damals ohne Männerstimmen mit sparsamer Begleitung im Gedenken an den Kindermord des Königs Herodes im Dom gesungen. Und weil Haydn selber seine musikalische Laufband am Wiener Dom als Sängerknabe begonnen hat, hat er für die Salzburger Knaben zwei schlichte, eindringliche Messen geschrieben.
Der Mädchenchor Hannover beweist seine hohe Qualität
Die können natürlich auch Frauenchöre singen – das ist ja die gleiche Besetzung. Das hat nun der Mädchenchor Hannover getan und damit wieder einmal seine hohe Qualität bewiesen. Ebenso bei der Missa in f von Hans Kössler, die ebenfalls nur für Sopran- und Altstimmen komponiert ist.
Die Solistinnen der Aufnahme kommen fast alle aus dem Chor, so wie es auch zu Haydns Zeit praktiziert wurde. Man hört zwar, dass sie gut ausgebildet sind und kann Rückschlüsse ziehen, was für phantastische Stimmen in diesem Mädchenchor vereint sind, aber die Solistinnen sind großenteils dem Chor in seinem Gesamtklang noch nicht ebenbürtig, was schade ist.
Überzeugend interpretiert
Trotzdem ist es eine gelungene Aufnahme geworden. Der Chor klingt homogen, singt musikalisch durchdrungen und wird dieser Musik voll gerecht. Die Literatur ist ja auch geschickt ausgewählt worden, wurden diese Messen doch für so einen Chor von jungen Leuten geschrieben, die noch am Anfang ihrer Ausbildung stehen. Besonders gefällt mir, dass die Musik lebt und schwingt, dass der Chor also musikalisch akzentuiert und phrasiert. Und es klingt so, als hätten die Sängerinnen und das Begleitensemble Freunde an dem, was sie darbieten!
Es ist eine Empfehlung für Freunde der geistlichen Musik und Freunde der Chormusik.
Astrid Belschner, kulturradio


Neue Wege

[…] Noch ausgereifter und runder wirkt ein neuer Beitrag des Mädchenchors Hannover. Unter der Leitung von Gudrun Schröfel hat er Messen von Johann Michael Haydn und Hans Kössler eingespielt. Kösslers Ende des 19. Jahrhunderts entstandene f-Moll-Messe ist anders als viele andere Vokalwerke der Zeit nur mit einer Orgel begleitet. Die spar-same Orchestrierung wird durch eine reiche und raffinierte Harmonik aufgewogen, die vom Mädchenchor warm und licht zum Klingen gebracht wird. Bei den Stücken von Joseph Haydns Bruder Johann Michael wird Organist Ulfert Smidt noch von Streichern des Kammerorchesters Il gioco col suono un-terstützt. Die beiden Messen, eine am An-fang, die andere am Ende von Haydns Karriere entstanden, sind dennoch alles andere als kleinformatig: Mit einer sensi-blen Wiedergabe erinnert der Mädchenchor an einen unterschätzen Meister.

HAZ , 27.03.2014


Johann Michael Haydn, Hans Kössler: MESSEN FÜR FRAUENCHOR
Johann Michael Haydns Musik steht nicht nur im Schatten seines weltberühmten Bruders Joseph Haydn, sie ist auch nahezu vergessen. Dabei war er, ein Freund Mozarts, zu Lebzeiten ebenso bedeutend wie berühmt: 43 Jahre lang wirkte er in Salzburg als Organist, ab 1782 als Nachfolger von Mozart für das Dom- und Hoforganistenamt. Und Franz Schubert schrieb 1825: «Es wehe auf mich, dachte ich mir, dein ruhiger klarer Geist, du guter Haydn, und wenn ich auch nicht so ruhig und klar sein kann, so verehrt dich doch gewiss niemand auf Erden so innig als ich». Von seinen 360 heute bekannten Kompositionen liegt nun eine Kostbarkeit vor: Die «Missa Sancti Aloysii» (1777) und die «Missa sub titulo Sancti Leopoldi» (1805) – beide für dreistimmigen Knabenchor, zwei Violinen und Basso continuo (hier Orgel und Kontrabass). Die CD ist etwas unglücklich veröffentlicht als «Messen für Frauenchor», der noch dazu kein Frauenchor, sondern der namhafte Mädchenchor Hannover ist.
Man darf kompositorische Innovationen, wie wir sie oft überwältigend von Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven und Franz Schubert kennen, bei Michael Haydn (1737 -1806 ) nicht erwarten. Er schrieb eine brave, konforme Kirchenmusik mit einem «kindlich naiven Styl und einem redlichen, nicht grübelndem Glauben», wie schon 1808 ein Zeitgenosse feststellte. Doch auch unter diesen Voraussetzungen ist es musikgeschichtlich interessant, wie beispielweise die gregorianischen Vorlagen in die Musik hineingearbeitet wurden, wie unvermittelt ein ausdrucksstarkes «Agnus Dei» den Hörer regelrecht anspringt.
Der mehrfach preisgekrönte, hier groß besetzte Mädchenchor Hannover unter der Leitung von Gudrun Schöfel singt das unterschiedlich, manchmal sehr laienhaft, manchmal hochprofessionell, vor allem in sorgfältigen Artikulationen und Klangfarben. Von den Solistinnen aus dem Chor ist manche Stimme so interessant, dass man gerne erfahren würde, was aus diesen Sängerinnen wird oder geworden ist. Die Streicher von II gioco col suono (zwei Violingruppen und b.c.) spielen wunderschön federnd und transparent.
Dass der «nicht grübelnde Glaube» fast hundert Jahre später noch immer so klingen kann, dafür steht die in den 1880er Jahren entstandene «Missa in f» von Hans Kössler (1853-1926), deren Besetzung nun wirklich für Frauenstimmen (und Orgel) ist. Gut komponiert, aber hundert Jahre zu spät (neben den Messen von Anton Bruckner!): Für wen das kein Problem ist, der hat Freude an dem durchchromatisierten Kyrie beispielsweise und an so manchen ausdrucksstarken Stellen wie «Homo factus est». Ulfert Smidt ist einfühlsamer Orgelbegleiter.
Ute Schalz-Laurenze
Ensembleklang ****
Interpretation ***
Repertoirewert ****
Chorzeit, 3-2014


 

MICHAEL HAYDN: MISSA SANCTI ALOYSIL; MISSA SUB TITULO SANCTI
LEOPOLD!
HANS KÖSSLER: MASS IN F MINOR
****
Michael Haydn’s Missa sub titulo Sancti Leopoldi (1808) was described by a contemporary of the composer’s as being dominated by the ’style of childhood‘ and ‚an honest faith that is not overly brooding‘; and those remarks could be equally applied to his other Mass setting (from 1777) recorded here. Both were written for performance at the Salzburg Kapellhaus on Holy Innocents‘ Day (marking the murder of the first-born male children on Herod’s instructions), when the Salzburg tradition was for boys without the male voices to sing the Mass. Michael Haydn provided unpretentious, straightforward settings without the wit and inventiveness of his older brother Joseph or the emotion of Mozart.
Kössler’s F minor Mass for high voices and organ dates from the 1880s and reflects something of his teacher Rheinberger’s influence. Gudrun Schröfel obtains stylish readings of all three pieces (the Kössler is a premiere recording) from her even-toned, well-focused Hanover forces.


PHILIP REED
Choir & Organ, September/Oktober 2014

 

CD, Preis € 16,00

Für Information: Bitte schreiben Sie uns oder rufen Sie uns an unter 0151-64 69 1970.

Andreas N. Tarkmann

Didos Geheimnis

 

Andreas Hammerschmidt (1611/12-1675)
Verleih uns Frieden

Maddalena Casulana (ca.1544-1590)
Il secondo Libro de Madrigali a quattro voci

Andreas Hammerschmidt
Vater unser, der du bist im Himmel

Jacobus Peetrinus (ca.1553-1591)
Il primo Libro del Jubilo di S. Bernardo

Johann Schelle (1648-1701)
Ich weiß, dass mein Erlöser lebet

Kaspar Förkelrath (?)
Wer überwindet sich, die Welt und was auff Erden

Sophie Elisabeth Herzogin zu Braunschweig und Lüneburg (1613-1676)
Gott geliebter Fürsten Held

Johann Erasmus Kindermann (1616-1655)
Ich hab ein guten Kampff gekämpfft

Christoph Heinrich Pfefferkorn (?)
Arie, darinnen die seeligst Verstorbene von der noch lebenden Frau Schwester,
und diese von jener, betrübten Abschied nimt

Otto Gilbel (1612-1682)
Die Liebe Gottes

Sebastian Knüpfer (1633-1676)
Erforsche mich Gott

Giovanni Battista Chinelli (1610-1677)
Ecce nunc benedicite

 

Mädchenchor Hannover

Meike Leluschko, Sopran
Francisca Prudencio, Sopran
Neele Kramer, Mezzosopran
Lena Kutzner, Mezzosopran
Anna Bineta Diouf, Alt
Michael Chacewicz, Bariton
Eberhard Streul, Libretto

Nicholas Rimmer, Klavier
Andrea Schnaus-Jantzen, Klavier und Celesta
Ellen Wegner, Harfe
Stephan Meier, Schlagzeug

 

Kammeroper in einem Prolog und sieben Bildern

Vor dreihundert Jahren entstand Henry Purcells „Dido and Aeneas“: Seine bekannte Oper schrieb er 1689 für ein englisches Mädchenpensionat, wo sie auch aufgeführt wurde.

Inspiriert von diesen Umständen kommen der zeitgenössische Komponist Andreas N. Tarkmann und der Librettist Eberhard Streul mit ihrer Oper „Didos Geheimnis“ einem Kompositionsauftrag des Mädchenchores Hannover nach. Dabei orientieren sie sich inhaltlich an Purcells Werk, welches großartige Musik mit einer dramatisch-wirkungsvollen Geschichte verbindet, in deren Verlauf Hexenhass die Liebe der Königin Dido zu Prinz Aeneas zerstört.

Mittels dramaturgischer Kunstgriffe übertragen Tarkmann und Streul die Purcell-Oper in die heutige Zeit und in das Milieu einer musikalischen Elitegemeinschaft. Dabei sind die Parallelen zum „Dido and Aeneas“-Original durchaus mehrschichtig: Während sich die Chormädchen in „Didos Geheimnis“ mit großem Eifer den Proben der Purcell-Oper widmen, weil sie sich einen Wettbewerbspreis erhoffen, handeln die jungen Hauptdarstellerinnen – quasi schicksalhaft – in den gleichen unglückseligen Konstellationen des Originals.

So spiegelt das Libretto von Streul die dramaturgischen Achsen des barocken Originals und transferiert sie in die Geschichte von „Didos Geheimnis“ – einer ernsten Geschichte ohne Happy End, in der Themen wie Gemeinschaftsgefühl, Konkurrenzdruck und Mobbing eine zentrale Rolle spielen.

Sie fragte nach dem Zusammenhang von Buch und Musik: Wie kommt Musik ins Buch und wie kommt sie auch nach Jahrhunderten wieder aus dem Buch heraus? Die CD enthält Werke des späten 16. und des 17. Jahrhunderts aus dem Bestand der Herzog August Bibliothek, die teilweise seit ihrem Entstehungsanlass (bspw. einem Begräbnis oder einem Hoffest) nicht mehr erklangen.

 

Aufgenommen im Mai 2012
Großer Sendesaal des NDR, Hannover


Eine Produktion der Rondeau Production und Frank Hallmann
© 2013 (CD ROP6076/77)

 

Werke für Frauen- oder Mädchenchöre, die auch für szenische Auffüh rungen geeignet wären, gibt es äußerst selten. Deshalb beauftragte die Leiterin des Mädchenchors Hannover Gudrun Schöfel den Komponisten Andreas N. Tarkmann, ein bühnenwirksames Werk für lhre Sangesgemeinschaft zu verfassen.
Tarkmann, 1956 in Hannover geboren , zählt heute zu einem der begehrtesten Arrangeure von Harmoniemusiken und Bläserfassungen bekannter Werke von Mozart über Mendelssohn bis Tschaikowsky und vielen anderen berühmten Musikern. Außerst beliebt sind vor allem sei ne für Privataufführungen im Familienkreis geeigneten Bühnenstücke nach Hans Christian Andersens Märchen ,,Die Prinzessin auf der Erbse“ und ,, Der Mistkäfer“. Seit 2001 lehrt er als Professor für Instrumentation und Arrangement an der Musikhochschule Mannheim.
Zusammen mit Operndramaturg Eberhard Streul erarbeitete er die vorliegende äußerst wirkungsvolle Oper „Didos Geheimnis“. nach,, Dido and Aeneas“ von Henry Purcell, der das Werk 1589 für ein Mädchenpensionat in Chelsea geschrieben hatte.
Am 3.september 2001 fand die Aufführung von „Didos Ceheimnis“ im Galeriegebäude Herrenhausen mit dem Mädchenchor Hannover unter der Leitung von Gudrun Schröfel statt. Das Stück wurde darauf hin derart erfolgreich aufgenommen, dass es ein Jahr später erneut auf den Spielplan gesetzt wurde. Die lnstrumentalbesetzung (2 Klaviere, Celesta, Harfe und Schlagzeug) verleiht dem Werk einen außergewöhnlichen Klang. Der lnhalt ist kurz erzählt: Der ursprüngliche Inhalt von Purcells Oper wird auf die heutige Zeit übertragen und in das Umfeld einer musikalischen Elitegemeinschaft verlegt, wobei die sich während der Proben in die fatalen Konstellationen des Originalwerkes verstricken.
Anna Bineta Diouf, als lnternatsdirektorin Margaret, verleiht ihrer Partie mit hübscher heller Tongebung und guter Phrasierung, aber leider geringer Wortverständlichkeit die erforderliche Dominanz einer Erzieherin, während um die Verteilung der Rollen ein wahrer Zickenkrieg entfacht. Die Partie der Schülerin Klara wird von Neele Kramer glaubwürdig expressiv und mit allen Nuancen einer pubertierenden jugendlichen – schwankend zwischen Verliebtheit, Verzweiflung und Wut – glaubwürdig erfüllt. Sie lässt sich sogar zu einer infamen Gräueltat, einer Entführung ihrer Konkurrentin Daphne, hinreißen. Meike Leluschko als eben diese beeindruckt in ihrem Schluss-Lamento – in dem sie nach 10 Jahren ihrer Jugendliebe, dem Gärtnersohn Rene nachtrauert, der inzwischen mit Klara verheiratet ist- mit aparter, glockiger Höhe. Michael Chacewicz als Rene verfügt über eine leichte, einschmeichelnde Stimme, die vorallem im Liebesduett mit Daphne zumTragen kommt.
Der 1952 gegründete Mädchenchor Hannover zählt heute zu einem der bedeutendsten Jugendchöre Deutschlands. Auf den zahlreichen erfolgreichen Konzertreisen durch ganz Europa bis nach Japan, Südamerika, U.S.A. und Kanada wird vor allem der homogene Klang, die strahlenden Sopranstimmen und die perfekte Einstudierung des Ensembles bejubelt, lediglich die Wortdeklamation könnte in dieser Aufnahme ein wen ig akzentuierter sein.
G.Schunk

Das Operglas Ausgabe 11/2013


Made in Hannover
Klassische Musik aus der Stadt auf neuen CDs
von Stefan Arndt

Dieses Opernensemble ist einzigartig: Bei „Didos Geheimnis“ ist der Chor der Star. Andreas N. Tarkmann hat seine Kammeroper für die jungen Sängerinnen des
Mädchenchores Hannover komponiert. Die Premiere in Hannover war ein so großer Erfolg, dass die Produktion in das ambitionierte Programm der Kunstfestspiele Herren-hausen übernommen wurde. Tarkmanns Musik verbindet Originalität und Wohlklang und kann nicht nur die Ausführenden überzeugen, deren Begeisterung man sich auch
auf der CD-Produktion von Rondeau Classics nicht entziehen kann.

Vorgestellt Hannoversche Allgemeine Zeitung
Andreas N. Tarkmann 17.08. 2013


Die Kammeroper „Didos Geheimnis“ des 1956 geborenen Komponisten Andreas N. Tarkmann hat jetzt der Mädchenchor Hannover aufgenommen (2 CDs, Rondeau, ca. 20 Euro). Weder an den Chor noch an die aus dessen Reihen besetzten Solostimmen stellt das 95-minütige Werk derart übermäßige Anforderungen, dass es nicht auch zur Aufführung durch Laienensembles geeignet wäre. Dafür spricht ebenso die kleine Instrumentalbegleitung mit zwei Klavieren, Harfe und Schlagzeug. Tarkmann greift schwelgerisch zu Klangfarbmischungen in die Register und schreckt nicht vor gelegentlich dissonanten Reibungen zurück. Er lehrt als Professor für Instrumentation und Arrangement in Mannheim und hat bereits einige Jugendopern sowie Werke für Familienkonzerte komponiert.

 

Wolfgang Hirsch / 18.08.13 / Thüringische Landeszeitung

 

CD, Preis € 16,00 (2 CDs)

Für Information: Bitte schreiben Sie uns oder rufen Sie uns an unter 0151-64 69 1970.

Herzog August Bibliothek

Verklingend und ewig

 

Andreas Hammerschmidt (1611/12-1675)
Verleih uns Frieden

Maddalena Casulana (ca.1544-1590)
Il secondo Libro de Madrigali a quattro voci

Andreas Hammerschmidt
Vater unser, der du bist im Himmel

Jacobus Peetrinus (ca.1553-1591)
Il primo Libro del Jubilo di S. Bernardo

Johann Schelle (1648-1701)
Ich weiß, dass mein Erlöser lebet

Kaspar Förkelrath (?)
Wer überwindet sich, die Welt und was auff Erden

Sophie Elisabeth Herzogin zu Braunschweig und Lüneburg (1613-1676)
Gott geliebter Fürsten Held

Johann Erasmus Kindermann (1616-1655)
Ich hab ein guten Kampff gekämpfft

Christoph Heinrich Pfefferkorn (?)
Arie, darinnen die seeligst Verstorbene von der noch lebenden Frau Schwester,
und diese von jener, betrübten Abschied nimt

Otto Gilbel (1612-1682)
Die Liebe Gottes

Sebastian Knüpfer (1633-1676)
Erforsche mich Gott

Giovanni Battista Chinelli (1610-1677)
Ecce nunc benedicite

 

Mädchenchor Hannover
Knabenchor Hannover
Capella Augusta Guelferbytana

Leitung

Gudrun Schröfel
Jörg Breiding

 

Die Ausstellung „verklingend und ewig – Tausend Jahre Musikgedächtnis 800-1800“ war eine Kooperation der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel mit der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover.

Sie fragte nach dem Zusammenhang von Buch und Musik: Wie kommt Musik ins Buch und wie kommt sie auch nach Jahrhunderten wieder aus dem Buch heraus? Die CD enthält Werke des späten 16. und des 17. Jahrhunderts aus dem Bestand der Herzog August Bibliothek, die teilweise seit ihrem Entstehungsanlass (bspw. einem Begräbnis oder einem Hoffest) nicht mehr erklangen.

 

Aufgenommen im Juli 2011
Großer Sendesaal des NDR Hannover

Eine Produktion der Rondeau Production
© 2011 (CD ROP6054)

Hannoversche Allgemeine Zeitung
Erschienen am 25.10.2011
Stumme Klänge
Choräle statt Oper: Die Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel zeigt, wie Musik überliefert wurde – und
wie wieder vergessen
Von Stefan Arndt
Schon der Titel ist paradox: „Verklingend und ewig“ heißt eine Ausstellung in der Wolfenbütteler Herzog August Bibliothek, die zeigt, was eigentlich nicht zu sehen ist – Musik. Wie kann man etwas bewahren, was nur in dem Augenblick, in dem es erklingt, wirklich vorhanden ist? Heute erscheint die Frage müßig, denn die leichte Reproduzierbarkeit von Musik ist uns selbstverständlich. In Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover hat die Bibliothek nun den langen Weg zu dieser Selbstverständlichkeit nachgezeichnet. Dafür hat Hochschulpräsidentin Susanne Rode-Breymann gemeinsam mit Sven Limbeck Handschriften und Drucke aus 1000 Jahren Musikgeschichte ausgesucht.
Erste, noch unbefriedigende Wege, das festzuhalten, was immer wieder verklingt, fand man bereits um das Jahr 800, wie in einigen Handschriften in der Schatzkammer der Bibliothek zu sehen ist. Über den Buchstaben eines sakralen Textes sind scheinbar flüchtig Striche, Punkte und Schnörkel gezeichnet, die Tonhöhen und -längen angeben, auf denen die entsprechenden Wörter gesungen wurden. Dass diese sogenannten Neumen eher Gedächtnisstütze als echtes Abbild der Musik waren, erkennt man auch an dem Ort, an dem sie überliefert wurden. Sie sind im letzten Absatz eines Buches zu finden, das sich ansonsten einem anderen theologischen Thema widmet. Von den späteren Prunkschriften ist hier noch nichts zu ahnen: Die zunächst sporadisch auftauchenden Neumen sind die Zeugnisse einer einstimmigen sakralen Gebrauchsmusik. Mit der Entwicklung vom gregorianischen Choral zur frühen Mehrstimmigkeit wuchsen auch die Anforderungen an die Aufzeichnung von Musik. Aus der Zeit um das Jahr 1200 existieren vier Handschriften aus der Pariser Kathedrale Notre-Dame, die das Repertoire im großen Umfang überliefern. Zwei davon gehören seit dem 16. Jahrhundert zu den Wolfenbütteler Beständen. Die Schreiber haben dafür bereits Linien verwendet, die die Tür zum modernen Notensystem weit aufstoßen.
Die Entwicklung der Notenschrift ist nur ein Teil der Ausstellung. Sie gibt auch Antwort auf die Frage, wie Musik in Bücher gelangen und so überliefert werden konnte. Ein anderer Aspekt der Ausstellung fragt nach dem Gegenteil: Wie kam die Musik wieder aus den Büchern heraus? Antwort geben hier Bilder von Musikern bei opulenten Festen, Handbücher für Komponisten und Enzyklopädien mit dem Anspruch, jegliche Lautäußerung von der vielstimmigen Motette bis zum Vogelgesang zu verzeichnen. Und man erfährt auch, welche Musik wohl endgültig verloren ist. Die Gattung Oper hatte während ihrer ersten Blüte im Barock nur einen Anspruch: immer neu zu sein. Überliefert sind daher nur die für das Publikum
gedachten Textbücher. Die Musik, die die Kollegen Händels geschrieben haben, ist zum allergrößten Teil nicht erhalten.

Aufgenommen im Juli 2011
Großer Sendesaal des NDR Hannover

Eine Produktion der Rondeau Production
© 2011 (CD ROP6054)

 

CD, Preis € 16,00

Für Information: Bitte schreiben Sie uns oder rufen Sie uns an unter 0151-64 69 1970.

André Caplet

Le Miroir de Jésus

 

André Caplet ( 1878-1925)
Der Spiegel der Freude
Der Spiegel des Leidens
Der Spiegel der Glorie

 

Mädchenchor Hannover

Esther Choi, Mezzosopran
Teresa Zimmermann, Harfe
Esther Bertram, Rezitation
„il gioco col suono“

Leitung

Gudrun Schröfel

 

André Caplet (1878-1925) ist als Freund und Schüler Claude Debussys bekannt. Inspiriert von dessen Klangvorstellungen entwickelte er in seinem kurzen Leben jedoch eine ganz eigene musikalische Sprache. Das Hauptwerk Le Miroir de Jésus kam am 1. Mai 1924 in Paris unter der Leitung des Komponisten selbst zur Uraufführung.

Auf der vorliegenden CD mit dem Mädchenchor Hannover unter Gudrun Schröfel ist nun erstmals eine Einspielung mit der Besetzung der Uraufführung zu hören: Caplet ließ 1924 einen Mädchenchor von solistischen Streichern begleiten.

Ob Caplet diese Besetzung aus ästhetischen oder vielmehr aus wirtschaftlichen Gründen wählte, ist nicht bekannt. In der streng durchgearbeiteten Partitur ohne jedes für Klangrausch sorgende Beiwerk dürfte ihm diese kleine Besetzung jedoch entgegengekommen sein.

 

CD Mädchenchor

Verzaubernde Spiegelungen


Es ist keine Schande, André Caplet (noch) nicht zu kennen, aber es ist schade. Denn der französische Komponist hat in seinen letzten Lebensjahren mit „Le Mirroir de Jésus“ ein Werk geschaffen, das durch seine musikalischen Perspektiven und seine Tiefe überrascht und überzeugt.
Caplet wird gerne als Schüler und Freund Claude Debussys eingestuft, aber man darf dabei nicht an den luziden, impressionistischen Debussy denken, sondern an den späten, der mit seinem Schauspieloratorium „Le Martyre de Saint Sébastien“ André Caplet gewiss Anregungen gegegen hat. Immerhin hat Caplet diese Komposition nicht nur uraufgeführt, sondern zuvor auch – auf Bitten des schwerkranken Debussy -in weiten Teilen instrumentiert (weitaus häufiger aber dürften Caplets Debussy-Orchestrierungen von „Children’s Corner“ und dem „Clair de lune“ zu hören sein).
Caplets „Fünfzehn kleine Gedichte über die Mysterien des heiligen Rosenkranzes“ sind nicht nur in der Anlage und im Anspruch alles andere als ein Debussy-Nachhall. „Le Mirroir de Jésus“ ist ein kammermusikalisches Oratorium – und so erklingt es auch in dieser aktuellen Einspielung.
Der Mädchenchor Hannover übernimmt im Vorspiel die Rolle des Ansagers, ehe Harfe (Teresa Zimmermann) und kletternde Streicherfiguren des fünfstimmigen Ensembles „il gioco col suono“ hinüberführen zum ersten Poém, das „Maria Verkündigung“ interpretiert.
Im Wechselspiel zwischen den solistischen Sonetten, die von Esther Choi ausdrucksstark, aber nie forciert vorgetragen werden, ist die Chorpartie der Spiegel, den der Titel des Stücks beschwört.
Mal schichten sich die Chorklänge fein übereinander, mal umschweben sie die Verkündigungen, mal setzen sie den Verzückungen markantere Klänge gegenüber. Dann klingt diese Komposition auch schon mal wie ein Vorspiel zu Olivier Messiaens geistlicher Musik.
Gudrun Schröfels musikalische Leitung balanciert dieses Werk feinsinnig aus. Die Spannung trägt auch in den leisen, fragenden Passagen. Nach den Spiegelungen des Leidens hat dieser Heiligenbilderbogen schließlich auch Klänge der Glorie zu bieten.
Für viele dürfte „Le Mirroir de Jésus“ eine Überraschung sein. Und nach einem Blick in diesem „Spiegel“ dürften selbst Agnostiker anfangen, an ihrem Zweifel zu zweifeln.


Rainer Wagner, Hannoversche Allgemeine Zeitung


Der vor genau 60 Jahren gegründete Mädchenchor Hannover gehört seit langem zu den weltweit bedeutendsten Mädchenchören. Dies lässt sich auch an dem ausgesuchten Repertoire des Chores ablesen, allein die zeitgenössische Musik ist mit einem breiten Sprektrum vertreten. Hier lassen sich faszinierende Entdeckungen machen, wie etwa das 1923 entstandene geistliche Werke „Le Miroir de Jésus“ des französischen Komponisten André Caplet.
Caplet war der bedeutendste Schüler Claude Debussys, er dirigierte die Uraufführung von „Pelléas et Méllisande“ und orchestrierte einige seiner Werke. Gleichwohl findet er in seinen Kompositionen eine ganz eigenständige Tonsprache, die sich der Moderne öffnet und zugleich Satztechnisch aufgreift, die bis auf das Mittelalter zurückgehen. Der ungewöhnliche Untertitel von „Le Miroir de Jésus“ – der eingangs vom Chor vorgetragen wird – gibt Auskunft über den Aufbau: “ Fünfzehn kleine Gedichte über die heiligen Mysterien des Rosenkranzes, die Henri Ghéon in Worte und André Caplet in Musik gesetzt hat“. Es handelt sich hier also um eine ganz persönliche künstlerische Ausdeutung von Leben, Leiden und Auferstehung Jesu Christi, wobei die Gedichte fast alle die Perspektive Marias einnehmen, auf die das Rosenkranzgebet ja immer wieder Bezug nimmt.
Diese originelle inhaltliche Sichtweise spiegelt sich in der Besetzung wieder: Da ist zunächst das äußerst aparte Instrumentarium aus Streichern und einer Harfe. Ein Mezzosopran besingt, quasi als Maria, den Lebensweg Jesu, wie er in den 15 gedichten beschrieben wird. Caplet setzt hier mitunter seinerzeit bneue Vokaltechniken wie etwa Sprechgesang wirkungsvoll ein – die unprätentiöse, klare und eindringliche Stimme von Esther Choi verleiht dieser Musik eine spärische Aura. Dem Mädchenchor Hannover gelingt es, den fragilen Vokalsatz mit seinen Momenten von Empfindsamkeit und Transzendenz voll zur Entfaltung zu bringen. Caplets Anspruch, ein Mysterium in Musik zu setzenund der Leidensgeschichte über die Figur Marias eine miskalisch unwiderstehliche weibliche Aura zu geben, findet unter Gudrun Schröfel eine eindringliche Wirksamkeit.


Arne Reul Neue Chorzeit Februar 2012



Bekenntnis


,,Le miroir de Jesus“ ( 1923) nennen sich ,,15 kleine Gedichte über die heiligen Mysterien des Rosenkranzes, die Henri Ghéon in Worte und André Caplet in Musik gesetzt hat“. Formal bezieht sich das Werk mit seinen rituellen Zügen auf das katholische Rosenkranzgebet; und musikalischstilistisch vermittelt es faszinierend genau zwischen Debussy und Messiaen. Die durchaus schwierig auszugestaltende Stimmung des Werkes zwischen klangvoller Strenge und kühler Ekstatik treffen die Interpreten ungemein eindringlich. Gudrun Schröfel hat mit dem Mädchenchor Hannover ein Ensemble geformt, das seinen Part spürbar engagiert und ausgesprochen klangschön meistert. Esther Choi gelingt es, Bericht und Bekenntnis in ihren Gesang
einzubinden. Erstaunlich auch, wie die sechs Instrumentalisten die Musik unaufdringlich klanglich einfärben und ihr doch Präsenz verschaffen.


Giselher Schubert, in: Fono Forum 7/2012


 

 

CD, Preis € 16,00

Für Information: Bitte schreiben Sie uns oder rufen Sie uns an unter 0151-64 69 1970.

Geliebte Seele

Romantische Lieder und Duette

 

Robert Schumann
Jäger Wohlgemut
Rosmarin
Der Bleicherin Nachtlied
Der Wassermann
Erste Begegnung
Botschaft
Liebesgram
Triolett
Nänie
Tamburinschlägerin
Soldatenbraut
Meerfey
Die Capelle
Klosterfräulein

Felix Mendelssohn Bartholdy
Wasserfahrt
Sonntagsmorgen
Abendlied
Ich wollt, meine Lieb ergösse sich

Johannes Brahms
12 Lieder & Romanzen, op. 44, für Frauenstimmen und Klavier

 

Mitwirkende:

Mädchenchor Hannover

Ania Vegry, Sopran
Mareike Morr, Mezzosporan
Nicholas Rimmer, Hammerflügel

Leitung

Gudrun Schröfel

 

Die Romantik wird nicht selten als Epoche des Schönen gehandelt. Lieder über die Sehnsucht nach der Natur, der Jugend und der Liebe, aber auch die Sehnsucht nach dem Tod bilden die Schwerpunkte in der Musik der Zeit. Der Mädchenchor Hannover präsentiert Romanzen von Robert Schumann und Johannes Brahms – zwei Meilensteine im Bereich der Vertonungen für Frauenchor im 19. Jahrhundert. Darüber hinaus erklingen auf der neuen CD-Einspielung Duette für zwei Frauenstimmen von Felix Mendelssohn Bartholdy. Dabei wird besonders die Vielschichtigkeit der Ausdrucksmöglichkeiten von Empfindungen deutlich.

Die Kompositionen auf dieser CD erzählen von der Liebe, dem Leben und dem Tod, von der Ersten Begegnung, wie es in Schumanns gleichnamigem Lied heißt, und vom Abschied etwa in Mendelssohns Wasserfahrt. Nicholas Rimmer begleitet die Sängerinnen Ania Vegry (Sopran) und Mareike Morr (Mezzosopran) am historischen Hammer-Klavier. Vom Mädchenchor selbst werden einige Romanzen von Schumann für Frauenstimmen musiziert, Stücke, die in ihrer Interpretation der lyrischen Vorlage mehr als gerecht werden.

Die herausragende Qualität des Mädchenchores zeigt sich in dieser Aufnahme. Die Jugendlichkeit und Frische sprüht förmlich aus den Stücken. Jede Emotion, ob Glück oder Trauer, Schmerz oder Freude lebt in den Stimmen der Sängerinnen auf und wird für den Hörer zu einem berührenden Erlebnis.

 

Aufgenommen in 2009 und 2010
Pauluskirche Hannover


Wassermanns Weiber

Der Mädchenchor singt Lieder der Romantik – und übertrifft sich dabei selbst

Von Stefan Arndt

Der Mädchenchor Hannover ist Erfolg gewohnt – auch mit seinen Aufnahmen. Gerade erst hat er als Teil einer Gemeinschaftproduktion vieler Chöre der Stadt einen “Echo³-Preis für eine Aufnahme mit neuen geistlichen Liedern bekommen. Nun aber ist eine CD erschienen, die die meisten älteren bei Weitem übertrifft: “Geliebte Seele³ ist das Album mit Liedern von Brahms und Schumann überschrieben – und tatsächlich passt die romantische Empfindsamkeit der Stücke so gut zum zarten Klang des Chores wie kaum eine andere Musik.

Zufall ist das nicht: Beide Komponisten stehen am Anfang einer Entwicklung, die Mitte des 19. Jahrhunderts zum Aufschwung der vormals exotischen Besetzung eines Frauenchors führte. Schumanns “Romanzen³, die er 1849 für die Frauenstimmen seines Dresdener Chorgesangvereins komponierte, und die darauf bezogenen Lieder und Romanzen aus Brahms‘ Hamburger Zeit sind Steilvorlagen gerade für die wunderbar freien, aber naturgemäß wenig offensiven Stimmen des Mädchenchors.

Doch der Chor hat mehr zu bieten als gute Technik: Unter der Leitung von Gudrun Schröfel beweisen die Jugendlichen, dass man sich den Liedern nach Gedichten von Kerner, Eichendorff und Mörike auch nähern kann, ohne die Ironie darin überzubetonen. Mit einem Hauch Betroffenheit etwa klingt Kerners Ballade vom Wassermann, der ein junges Mädchen mit sich in die Tiefe zieht, so, wie sie gedacht gewesen sein mag: schaurig. Und weil der volksliedhafte Tonfall der Stücke auch bei Liebesliedern immer in dunkle Molltonarten gewendet ist, ist die ganze CD durchzogen von jugendlich schwärmerischer Melancholie: Romantik ohne Distanz.

Mehr als eine Ergänzung dazu sind die Duette von Schumann und Mendelssohn mit Ania Vegry (die selbst lange im Mädchenchor gesungen hat) und Mareike Morr. Beide Sängerinnen sind an der Staatsoper Hannover engagiert. Hier zeigen sie nun, dass sie auch intelligente und sinnliche Liedinterpretinnen sind. Begleitet werden sie von Nicholas Rimmer, dem erfolgreichsten
Teamplayer unter den jungen hannoverschen Pianisten, am Hammerklavier, was der Aufnahme zusätzliche Authentizität verleiht. Bei der nächsten Preisverleihung führt an der CD sicher kein Weg vorbei.

“Geliebte Seele³: Mädchenchor Hannover (Leitung: Gudrun Schröfel), Ania
Vegry (Sopran), Mareike Morr (Alt), Nicholas Rimmer (Hammerklavier),
Rondeau/ROP6035

BU:
Echt romantisch: Der Chor im Konzert.
Datum=04.09.2010; Quelle=HAZ; Ressort=KULT;


CD-Rezension in „Neue Chorzeit“ Ausgabe Oktober 2010

 

Für Information: Bitte schreiben Sie uns oder rufen Sie uns an unter 0151-64 69 1970.

Carl Orff

Carmina Burana

 

Carl Orff (1895-1982)
O Fortuna
Fortune plango vulnera
Veris leta facies
Omnia Sol temperat
Ecce gratum
Tanz
Floret silva
Chramer, gip die varwe mir
Reie
Swaz hie gat umbe
Chume, chum, geselle min
Swaz hie gat umbe (reprise)
Were diu werlt alle min
Estuans interius
Olim lacus colueram
Ego sum abbas
In taberna quando sumus
Amor volat undique
Dies, nox et omnia
Stetit puella
Circa mea pectora
Si puer cum puellula
Veni, veni, venias
In trutina
Tempus est iocundum
Dulcissime
Ave formosissima
O Fortuna (reprise)

 

Mädchenchor Hannover
Knabenchor Hannover
NDR Radiophilharmonie

Heidi Elisabeth Meier, Sopran
Jean-Sébastien Stengel, Tenor
Stefan Adam, Bariton
Leitung:

Eiji Oue

 

Alte Handschriften scheinen naturgemäß der Stoff zu sein, aus dem sich das Faszinosum Mittelalter am effektvollsten speist. So auch beim meistgespielten chorsinfonischen Werk überhaupt. Mit der einerseits skurill und fremd, andererseits zärtlich vertraut klingenden Musik gelang Carl Orff etwas zu jener Zeit einzigartiges! Keine bedeutende Komposition hat so radikal mit der Tonsprache gebrochen wie die 1937 uraufgeführte Carmina Burana: Weltliche Gesänge für Soli und Chor mit Begleitung von Instrumenten und magischen Bildern.

Diese Magie ist in der vorliegenden Aufnahme förmlich zu spüren: Die erschütternde Gewalt des Eingangs- und Schlusschores, des Hymnus’ an Fortuna, mit den sperrig sich schiebenden Quinten und Quarten des Chores und die steten Repetitionen lassen im Chor bereits ekstatische Energieentladungen explodieren. Hier entlädt sich die ganze Kraft und Rohheit des Mittelalters, dessen Lieblichkeit und Milde an anderer Stelle durch die transparenten Knabensoprane brillant nachgezeichnet werden.

In der CD-Einspielung von Rondeau Production treffen die beiden renommierten Chöre Niedersachsens aufeinander: der Mädchenchor Hannover und der Knabenchor Hannover, die durch ihre hervorragende Klangqualität auch über die Grenzen des Bundeslandes hinaus hoch gelobt werden; begleitet werden sie von der NDR Radiophilharmonie unter der Leitung ihres international bekannten Chefdirigenten, Eiji Oue. Das bedeutet gewachsene Souveränität und sprühend lebendiger Elan der Chöre und Motivation im Orchester bis in die Fingerspitzen.

 

Aufgenommen am 17. Mai 2008,
Großer Sendesaal des NDR Hannover

Eine Produktion der Rondeau production
© 2009 (CD ROP6030)

 

Sinnliche Lebenslust: „Carmina Burana“ live

Ein satter Paukenschlag gepaart mit einem tiefen unisono der Bassinstrumente, dann schwere, homophone Akkorde von Chor und Orchester, die klanggewaltig in eiserner Statik den Raum
erschüttern und damit die unbeugsame Macht der launischen Schicksalsgöttin Fortuna demonstrieren: Dieser eine Takt reicht aus, um das Gehörte als den Beginn der „Carmina Burana“ Carl Orffs zu erkennen. Oft gehört, doch trotzdem von fesselnder Faszination. In Zusammenarbeit des Mädchen und des Knabenchores Hannover mit der NDR Radiophilharmonie unter
der Leitung Eiji Oues präsentiert nun das Label Rondeau einen Livemitschnitt des Werkes.
Sanft erwacht im Chorstück „Ecce gratum“ der Frühling, der bald zu ausgelassener Stimmung einlädt. Leider wird sein Ausbreiten von ungenauem Zusammenspiel und Schwerfälligkeit in den Tempo-Variationen etwas gehemmt. Doch der bäuerliche Frühlingsgruß erfährt im Chor eine nuancenreiche Ausgestaltung. In szenischer Anlage suchen die Mädchen ihren „amicus“, den sie nicht nur durch Heiterkeit im Gesang, sondern auch durch ihre körperlichen Reize zu überzeugen suchen. Des Schwans skurrile Todes-Kantilene In der „Taberna“ gibt der gebratene Schwan, gesungen von Jean-Sébastien Stengel, leidvoll seine Todeskantilene, die in skurriler, herrlich bizarr ausgestalteter Textur ein Lamento karikiert, zum Besten. Der Bariton Stefan Adam zeigt sich in den kurzen Stücken stimmlich äußerst wandelbar, und gibt überzeugend mal den stürmischen Vaganten, der „virtutis“ nicht achtet, mal den Abt, der in der Schenke den weltlichen Freuden frönt.
Aber was wäre das Leben ohne die Liebe: In einer schönen Arie entschließt sich die „puella“ (Heide Elisabeth Meier), sich dem Ehejoch zu beugen, und gibt sich mit einem sanften „Dulcissime“ in entschwebender Höhe hin. Aber all dies Leben, Liebe, Freud und Leid hängt an Fortunas Rad, das sich stetig weiterdreht. – Diese Aufnahme strotzt vor Frische und Lebendigkeit und ist, gerade im Orchesterpart, sehr transparent, wenn auch rhythmisch nicht immer stringent, gearbeitet, und für eine Live-Aufnahme gut intoniert. Detailvoll und stets Spannung aufbauend
gestalten auch die Chöre die mittelalterlichen Verse.
i Carl Orff: Carmina Burana. Eiji Oue, NDR Radiophilharmonie,
Mädchenchor und Knabenchor Hannover, CD, Rondeau
27.11.2009 Von Julia Stadter

 

CD, Preis € 19,00

Für Information: Bitte schreiben Sie uns oder rufen Sie uns an unter 0151-64 69 1970.

Gaude, Plaude!

Psalmen und Motetten aus ital. Konventen

 

Maria Xaveria Perucona (1652-1709)

  Gaude Plaude
     

Chiara Margarita Cozzolani (1602-ca. 1677)

  Confitebor tibi Domine
     

Maria Xaveria Perucona (1652-1709)

  O superbi mundi machina
     

Chiara Margarita Cozzolani (1602-ca. 1677)

  Laudate pueri
  Quis audivit unquam tale[
  Beatus vir qui timet Dominum
  Gloria in altissimis Deo
  Dixit Dominus

 

Mädchenchor Hannover
Hannoversche Hofkapelle

Ania Wegrzyn, Sopran
Lena Kutzner, Sopran
Katharina Sternberg, Mezzosopran
Mareike Braun, Mezzosopran / Alt
Mareike Morr, Alt

Leitung:

Gudrun Schröfel

 

Gaude, Plaude! – singt der Mädchenchor Hannover zu Beginn seiner CD-Einspielung und ruft damit zur Freude und Huldigung auf. Frisch erschienen präsentiert Rondeau Production die selten aufgenommenen Psalmen und Motetten von Chiara Margarita Cozzolani (1602-ca. 1677) und Maria Xaveria Perucona (1652-1699) – zwei Nonnen italienischer Konvente, die bereits im 17. Jahrhundert mehrstimmige Chormusik speziell für Frauenstimmen komponiert und einstudiert haben. Unter der Leitung der langjährigen Chorleiterin Gudrun Schröfel hat der Mädchenchor Hannover gemeinsam mit der Hannoverschen Hofkapelle diese einzigartigen Kompositionen interpretiert.

Die auf der vorliegenden CD enthaltenen Stücke sind zum einen zwei Motetten aus den Sacri concerti de motetti a 1, 2, 3 e 4 voci, Mailand 1675, von der Ursulinerin Perucona. Zum anderen sind Psalmkompositionen aus den Salmi a otto voci concertati entnommen, die im letzten der vier von Margarita Cozzolani veröffentlichten Musikdrucke 1650 in Venedig erschienen sind. Diese Werke gehören damit auch zu den letzten Werken, die Cozzolani in ihrem Kloster aufführen konnte, bevor der mehrstimmige Kirchengesang endgültig verboten wurde.

Dass heutzutage überhaupt Informationen über die Gesangspraxis der norditalienischen Klöster bekannt sind, ist vielleicht der Widerspenstigkeit einer sängerisch ambitionierten Nonne zu verdanken: Diese wollte auch außerhalb des Klosters mit ihrem Können brillieren und löste damit einen Behördenstreit aus. Ansonsten haben Klausur und die gebotene demütige Anonymität kirchlichen Musizierens die persönliche Herkunft und die ästhetische Haltung vieler bedeutender Ordensmusikerinnen im Dunkeln gelassen.

 

Aufgenommen im Frühjahr 2008
Großen Sendesaal des NDR in Hannover

Eine Produktion vom Nordeutschen Rundfunk und der Rondeau Production
© 2008 (CD ROP6020)

 

„Der musikalische und sängerische Anspruch, der in den Kompositionen hochbegabter Nonnen gefordert wurde, ist nicht als Selbstdarstellung zu verstehen. Vielmehr begriffen sich die singenden und komponierenden Schwestern als Mediatoren des Göttlichen. Das Singen der hohen Frauenstimmen versinnbildlichte den Gesang der Engel, der als sinnliche Komponente des Gottesdienstes angesehen wurde. Die Virtuosität wiederum verstand man als Ausdruck der religiösen Ekstase. Der Mädchenchor Hannover unter Gudrun Schröfel führt uns eindrucksvoll die außergewöhnliche Qualität und den Reiz dieser Musik vor.“

jpc-schallplatten 9/08



„Man muss sich nicht immer ein Bild machen. Manchmal ist auch das Klangbild schon genug. Man kann sich an der neuen CD des Mädchenchors Hannover auch einfach erfreuen, ohne sich zuvor mit Informationen gefüttert zu haben. Schon die titelgebende Komposition „Gaude, Plaude!“ schwingt sich immer wieder zu so tänzerischer Leichtfüßigkeit auf, dass zumindest Zuhörer ohne großes Latinum leicht überhören können, dass einer Märtyrerin gehuldigt werden soll.

Aber es geht hier eben um „religiöses Bekenntnis und weltliche Widerborstigkeit“ – und so ist auch der Aufsatz im Begleitheft überschrieben. Es geht hier um die Musik der singenden Nonnen von Str. Radegondo in Mailand. Was die Komponistinnen Maria Xaveria Perucona und Chiara Margaria Cozzolani in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts niedergeschrieben haben, ist eine erstaunlich schwebende Musik – zumindest wenn sie vom Mädchenchor Hannover unter seiner Leiterin Gudrun Schröfel so freischwebend und ausklingend gesungen wird.

Dass damals nicht nur die musizierenden Nonnen, sondern auch die Kompositionen selbst in ein strenges Regelwerk eingesperrt waren – gewissermaßen „Sister Act“ unter erschwerten Bedingungen – mag man kaum glauben Zumal die tieferen Mädchen- und Frauenstimmen unerwartete Klangfarben beisteuern.“

Hannoversche Allgemeine Zeitung, 09/9/08



„Wunderbare Musik ist in italienischen Frauenklöstern des 17. Jahrhunderts komponiert worden. Damit dieser Geheimtipp nicht geheim bleibt, hat der Mädchenchor Hannover die CD „Gaude, Plaude!“ mit Werken von Chiara Margarita Cozzolani und Maria Xaveria Perucona herausgebracht. Diese geistliche Musik klingt abwechslungsreich, bald hypnotisch, bald nachgerade flott – einige Passagen könnten ohne weiteres Jazzfreunde begeistern.

 

CD, Preis € 16,00

Für Information: Bitte schreiben Sie uns oder rufen Sie uns an unter 0151-64 69 1970.

Gloria

Weihnachts-CD

 

Leonhard Schroeter (1532-1601)
Josef, lieber Josef mein

John Dowland (1563-1626)
The King of Denmark, his Galliard
The Earl of Essex, his Galliard

Hans Chemin-Petit (1902-1981)
Macht hoch die Tür

Adriano Banchieri (1568-1634)
Beata es tu

Johann Walter (1496-1570)
In dulci jubilo

Maria Xaveria Perucona (1652-1709)
O superbi mundi machina

Francis Poulenc (1899-1963)
Ave Maria

Maria Xaveria Perucona (1652-1709)
Gaude Plaude

Cesar Bresgen (1913-1988)
Maria durch ein‘ Dornwald ging

Michael Praetorius (1571-1621)
Geborn ist Gottes Söhnelein

Siegfried Strohbach (1929- )
Still, still, weil’s Kindlein

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Ich steh an deiner Krippen hier

Gustav Holst (1874-1934)
Ave Maria

Chiara Margarita Cozzolani (1602-ca. 1677)
Gloria in altissimis deo

Francis Poulenc (1899-1963)
Ave Verum

George Frideric Handel (1685-1759)
Let the bright seraphim

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Ein Kind geborn zu Bethlehem

Hugo Distler (1908-1942)
Es ist ein Ros entsprungen

Max Reger (1873-1916)
Im Himmelreich ein Haus steht
Danksaget dem Vater

Chiara Margarita Cozzolani (1602-ca. 1677)
Laudate pueri

 

Mädchenchor Hannover

Leitung:

Gudrun Schröfel

 

Lassen Sie sich von den zauberhaften Klängen des Mädchenchors Hannover in Weihnachtsstimmung bringen! Auf der CD der Verlagsgruppe Madsack haben wir für Sie 22 ausgewählte Konzertstücke aus den vergangenen Jahren zusammengestellt – aufgenommen in der Marktkirche Hannover. Die Stockholm Chamber Brass begleiten den Chor bei einigen Motetten und untermalen den Gesang mit warmen, weichen Akkorden. Dieses Klangerlebnis ist ein Genuss.

 

Aufgenommen in der Marktkirche, Hannover

Madsack Supplement GmbH & Co. KG
© 2007 (ISBN 978-3-940308-04-7)

 

CD, Preis € 12,95

Für Information: Bitte schreiben Sie uns oder rufen Sie uns an unter 0151-64 69 1970.

Verschiedene Komponisten

Von Mozart bis Messiaen

 

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
1 Bald prangt, den Morgen zu verkünden

Franz Schubert (1797-1828)
2 Ständchen
in der Orchesterfassung von Felix Mottl

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
3 Ch’io mi scordi di te? – Non temer amato bene
Rezitativ und Arie KV 505 für Sopran, Soloklavier und Orchester

Johannes Brahms (1833-1897)
4 Ave Maria
F-Dur, op. 12 für Frauenchor und Orchester

Luigi Nono (1924-1990)
5 Djamilja Boupachà
Arie für Solosopran aus: Canti di Vita e d’Amore

Olivier Messiaen (1908-1992)
Trois Petites Liturgies de la Présence Divine
6 I. Antienne de la Conversation intérieure
7 II. Séquence du Verbe, Cantique Divine
8 III. Psalmodie de l’Ubiquité par amour

 

Mitwirkende:
Mädchenchor Hannover
NDR Radiophilharmonie

Ania Wegrzyn, Sopran
Katharina Sternberg, Mezzosopran
Christine Rohan, Ondes Martenot
Markus Becker, Klavier

Leitung
Gudrun Schröfel
Gregor Bühl

 

Mit untrüglichem musikdramatischem Instinkt hat Wolfgang Amadeus Mozart die knappe Szene, in der die drei Knaben am Beginn des großen Finales des Singspiels Die Zauberflöte zum dritten Mal erscheinen, als ein lebendiges, vorwärts drängendes Ensemble gestaltet.

Nach dem feierlichen Beginn wird das Terzett zu einem bewegten Gespräch der Knaben, das unmittelbar in den Trauergesang Paminas übergeht. Unkonventionell werden Arien- und Ensembleelemente vermischt und in prägnanten musikalischen Gesten zu einem jubelnden Abschluss geführt.

Wie so viele seiner Kompositionen sind die Trois Petites Liturgies von Olivier Messiaen (1908-1992) ein Zeugnis seiner tiefen Gläubigkeit als katholischer Christ: Der Text – vom Komponisten selbst – paraphrasiert Worte aus den Psalmen, aus dem Hohenlied, aus dem Johannesevangelium, aus Briefen des Paulus und aus der Apokalypse.

Das Auftragswerk für die Concerts de la Pleiade wurde im April 1945 in Paris uraufgeführt und war von großem Erfolg gekrönt. Für Hannover ist der vorliegende Konzertmitschnitt die Dokumentation einer Erstaufführung.

 

Aufgenommen am 19. September 2003
Konzertmitschnitt im Großen Sendesaal des NDR in Hannover

Eine Co-Produktion mit dem Norddeutschen Rundfunk und Ars Musici
© 2006 (MCH8004)

 

CD, Preis € 10,00

Für Information: Bitte schreiben Sie uns oder rufen Sie uns an unter 0151-64 69 1970.

Brahms u.a.

Gesänge für Frauenchor

Johannes Brahms (1833-1897)
Vier Gesänge, op. 17
für Frauenchor mit Begleitung von zwei Hörnern und Harfe
1 Es tönt ein voller Harfenklang
2 Lied von Shakespeare
3 Der Gärtner
4 Gesang aus Fingal

Gustav Holst (1874-1934)
Choral Hymns from the Rig Veda
für Frauenchor und Orchester
5 To Varuna
6 To Agni
7 Funeral Chant

Claude Debussy (1862-1918)
8 Salut Printemps

André Caplet (1878-1925)
9 Inscriptions champêtres

Francis Poulenc (1899-1963)
10 Litanies à la vierge noire

Gustav Holst (1874-1934)
Seven Part songs
für Frauenchor und Streichorchester
11 Say who is this?
12 O love, I complain
13 Angel spirits of sleep
14 When first we met
15 Sorrow and joy
16 Love on my heart
17 Assemble, all ye maidens

Alfred Koerppen (*1926)
18 Der Zauberwald

Mädchenchor Hannover
NDR-Radiophilharmonie
Kammerakademie Hannover

Ania Wegrzyn, Sopran
Katharina Sternberg, Mezzosopran
Juliane Baucke, Horn
Yvonne Haas, Horn
Petra van der Heide, Harfe
Andrea Schneider, Pauke
Andrea Schnaus-Jantzen, Klavier

Leitung:
Gudrun Schröfel, Eiji Oue, Krzysztof Wegrzyn

Am 15. Januar 1861 erfolgte die öffentliche Uraufführung der Vier Gesänge für Frauenchor op. 17 unter der Leitung des Komponisten selbst – Johannes Brahms. Die Texte stammen von verschiedenen Dichtern. Gemeinsam ist ihnen die Motivverschränkung Liebe und Tod, eine dunkle, romantisch resignative Färbung, die auch viele Sololieder von Brahms durchzieht.

Weitere Werke dieser CD, etwa das A-Capella Chorwerk Inscriptions champêtres von André Caplet oder Gustav Holsts Seven Part-Songs op. 44 bilden einen farbigen Reigen aus französischen, deutschen, englischen und indischen Melodien und Texten.

Aufgenommen 2002 und 2003 im Großen Sendesaal des NDR in Hannover

Eine Co-Produktion mit dem Norddeutschen Rundfunk und Ars Musici
© 2003 (MCH8003)

 

CD, Preis € 10,00

Für Information: Bitte schreiben Sie uns oder rufen Sie uns an unter 0151-64 69 1970.

Verschiedene Komponisten

Concert For a New Millenium

 
Alfred Koerppen (1926- )

1 Die Rohre
     

Knut Nystedt (1915-2014)

    Magnificat for a New Millennium
2 Magnificat
3 Water
4 Soil
5 Air
6 The Present Tense
     

Veljo Tormis (1930- )

7 Sampo cuditor

Mädchenchor Hannover auf der Expo 2000


 

Mädchenchor Hannover
Concentus Norwegen
Little Singers of Tokyo

Leitung:

Gudrun Schröfel

Aufgenommen am 02. und 03.09.2000
Konzertmitschnitt im Konzerthaus der Expo 2000 in Hannover

Eine Co-Produktion mit dem Norddeutschen Rundfunk und gutingi

CD, Preis € 10,00

Für Information: Bitte schreiben Sie uns oder rufen Sie uns an unter 0151-64 69 1970.

Verschiedene Komponisten

Kaleidoskop 2

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)
Drei Motetten, op39 Nr. 1-3
für Frauenchor mit Orgelbegleitung
1 Veni Domine
2-3 Laudate pueri
4-7 Dominica il post pascha

Tomas Luis de Victoria (ca. 1540-1611)
8 O regem coeli
Motette für vierstimmigen Frauenchor a cappella

Augustin Kubizek (1918-2009)
9 Sei stille zu Gott, meine Seele
aus: Kleine Psalm-Motetten op. 29

Egil Hovland (1924- )
10 Bow down thine ear, o Lord
Psalm 86, 1-5 op. 87 Nr. 6 für Frauenchor a cappella

Franz Schubert (1797-1828)
11 Gott ist mein Hirte
Der 23. Psalm für Frauenchor mit Klavier op. 132 D 706
12 Ständchen
für Altsolo und Frauenchor mit Klavier op. 135

Veljo Tormis (1930- )
13 Sampo cuditor
für Frauenchor, Amboss und Log Drums

Hanns Eisler (1898-1962)
Woodburry-Liederbüchlein
für Frauenchor, Auswahl
14 The old woman
15 I had a little nut-tree
16 Ah hear the wind blow
17 Nach einem Sprichwort
18 Four and twenty tailors
19 O süßer Schlaf
20 Hector Protector
21 The five toes
22 Pussy cat
23 The old woman from France
24 I had a little Doggie

Herwig Rutt (1958- )
25 Like someone in love
Jazz Arrangement für Frauenchor und Klavier

Mädchenchor Hannover

Ulfert Smidt, Orgel
Andrea Schnaus, Klavier

Leitung:
Gudrun Schröfel
Ludwig Rutt

Aufgenommen im Frühjahr 1999
Im Großen Sendesaal des NDR in Hannover und in der Augustinuskirche Hannover

Eine Co-Produktion mit dem Norddeutschen Rundfunk und gutingi
(LC 6601)

CD, Preis € 10,00

Für Information: Bitte schreiben Sie uns oder rufen Sie uns an unter 0151-64 69 1970.

 J. A. Hasse/J. M. Haydn

Hasse – Miserere c-Moll  |  Haydn – Missa Sti. Aloysii

Johann Adolf Hasse (1699-1783)
Miserere c-moll
Urfassung für Frauenchor (ca. 1730)
1 Miserere mei Deus
2 Tibi soli peccavi
3 Ecce enim
4 Libera me
5 Quoniam si voluisses
6 Benigne fac

Johann Michael Haydn (1737-1806)
Missa Sti. Aloysii
7 Kyrie
8 Gloria
9 Credo
10 Sanctus
11 Benedictus
12 Agnus Dei

Mädchenchor Hannover
Kammerakademie Hannover

Claudia Erdmann, Sopran
Katja Pieweck, Sopran

Leitung

Ludwig Rutt
Gudrun Schröfel
Krzysztof Wegrzyn

Diese CD des Mädchenchores Hannover vereint Johann Adolf Hasses Miserere in c-Moll, sowie die Missa Sancti Aloysii von Johann Michael Haydn, dem Bruder Joseph Haydns. Die Komposition Miserere in c-Moll ist vermutlich im Rahmen seiner Tätigkeit als Kapellmeister am Ospedale degli Incurabili in Venedig entstanden, einer Unterkunft für Waisen und Findelkinder, die durch ihr ausgezeichnete musikalische Ausbildung bald einen ehr guten Ruf hatte.

Die zweite Komposition Missa Sancti Aloysii ist ursprünglich für Knabenstimmen entstanden – zum Festtag der unschuldigen Kinder, dem Hauptfesttag der Wiener Kapellknaben im Jahr 1777. Johann Michael Haydn (1737-1806), der Bruder Joseph Haydns, übernahm einst die Obhut dieser jungen Kapellknaben und komponierte einige Werke für deren Stimmen.

Aufgenommen Juni und September 1994
Im Großen Sendesaal des NDR in Hannover

Eine Co-Produktion mit dem Norddeutschen Rundfunk und dem Freiburger Musik Forum
© 1995 (MCH8001)

CD, Preis € 5,00

Für Information: Bitte schreiben Sie uns oder rufen Sie uns an unter 0151-64 69 1970.

Verschiedene Komponisten

Benjamin Britten | Heinrich von Herzogenberg | Petr Eben

Benjamin Britten (1913-1976)
A Ceremony of carols op. 28
1 Procession
2 Wolcum Yole!
3 There is no rose
4 That yongë child
5 Balulalow
6 As dew in Aprille
7 This little Babe
8 Interlude
9 In Freezing Winter Night
10 Spring Carol
11 Adam lay i-bounden
12 Recession

Heinrich von Herzogenberg (1843-1900)
Sechs Mädchenlieder op. 98
13 Der Traum
14 Stelldichein
15 Der schlimme Gast
16 Sehnsucht
17 In der Spinnstuben
18 Trutzlied

Petr Eben (1928-2007)
Dizionario Greco / Griechisches Wörterbuch
19 Megalofrosyne
20 Kalokagathia
21 Maches Epithymia
22 Agape – Hetairia
23 Aganaktesis
24 Thanatos
25 Amfisbetesis
26 Algedon
27 Charmone – Syntychia

Mädchenchor Hannover
Ellen Wegener, Harfe
Andrea Schnaus, Piano

Leitung
Ludwig Rutt
Gudrun Schröfel

Hannover

© 1990 Thorophon Record Co.

 

© 1990 Thorophon Record Co.

 

© 1990 Thorophon Record Co.

 

© 1990 Thorophon Record Co.

 

© 1990 Thorophon Record Co.

CD, Preis € 10,00

Für Information: Bitte schreiben Sie uns oder rufen Sie uns an unter 0151-64 69 1970.